Musikvideos 2013 war das erste Jahr, in dem ich die Blogkategorie " Sendeschluss " komplett durchzog, und neben so mancher Verl...

My Year In Lists (5)

Musikvideos


2013 war das erste Jahr, in dem ich die Blogkategorie "Sendeschluss" komplett durchzog, und neben so mancher Verlegenheitslösung gab es eine ganze Reihe ausgesprochen sehenswerter Kandidaten, so dass die Auswahl der Top 5 unerwartet schwer fiel. Die Originalbeiträge mit den Videos sind jeweils verlinkt!

5. Tocotronic - Auf dem Pfad der Dämmerung


Wer in einem Video Buffy nachspielt, schafft in meinen Jahresendcharts mindestens Platz 5. So einfach ist das.

4. Boyz Noize: What You Want


Ähnlich wie Buffy-Referenzen ein Selbstläufer: Superheldenkostüme in einem leicht abgedrehten Kontext. Was nicht bedeutet, dass die Videos nicht auch sonst unterhaltsam wären.

3. Woodkid - I Love You


Das erste, was ich überhaupt von dem kreativen Franzosen zu sehen bekam. Auch wenn sich bei mir die ganz große Liebe zu seiner Musik schon wieder etwas überlebt hat: Song und visuelle Umsetzung finde ich immer noch phantastisch.

2. Suede - Hit Me


Junge Leute zerstören und schaffen dabei Kunst. Suede kehren zurück und sind nicht peinlich. Wunderbar.

1. Bob Dylan - Like A Rolling Stone


Endlich einmal ein interaktives Video, dass diesem Titel gerecht wird. Kann man wieder uns wieder "ansehen".

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Schuhe Dieses Jahr lief es genau wie letztes im Hause neulich als ich dachte : Grundsätzlich kaufte ich so gut wie kein Schuhwerk, um dann...

My Year In Lists (4)

Schuhe

Dieses Jahr lief es genau wie letztes im Hause neulich als ich dachte: Grundsätzlich kaufte ich so gut wie kein Schuhwerk, um dann in den beiden Wochen vor Weihnachten dank Schlussverkauf völlig auszuflippen. Ein neuer Trend im eigenen Schuhschrank sind lederlose Schuhe - in die Top 5 schafften es hier die veganen Docs, Stiefeletten aus Lederimitat und die schwarzen Pumps aus Stoff.

5. Doc Martens in der Pflanzenfresserversion



4. Stiefeletten von Carvela


3. Andere Stiefeletten von Carvela


2. Pumps aus Stoff von Nine West


1. Pumps von Tory Burch


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Alben 5. Goldfrapp - Tales Of Us 4. Depeche Mode - Delta Machine 3. Editors - The Weight Of Your Love 2. Wood...

My Year In Lists (3)

Alben


5. Goldfrapp - Tales Of Us



4. Depeche Mode - Delta Machine



3. Editors - The Weight Of Your Love



2. Woodkid - The Golden Age



1. The National - Trouble Will Find Me


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Hörbücher 2013 war das Jahr, in dem ich begann, Hörbücher ernst zu nehmen. Das hat viel damit zu tun, dass ich seit Ende Mai an jedem Woch...

My Year In Lists (2)

Hörbücher

2013 war das Jahr, in dem ich begann, Hörbücher ernst zu nehmen. Das hat viel damit zu tun, dass ich seit Ende Mai an jedem Wochentag etwa eineinhalb Stunden Bahn fahre und Lesen zwar eine prima Sache ist, es aber manchmal notwendig erscheint, die Umgebung effektiver auszublenden, als das mit einem Buch allein machbar ist. Zusätzlicher praktischer Vorteil von Hörbüchern: Man kann sie auch problemlos genießen, wenn man im Zug stehen muss.

Als Hörbuchneuling habe ich mittlerweile gelernt, dass es große Unterschiede zwischen den Vorlesern gibt und einem manche ein Buch regelrecht verleiden können. Andererseits habe ich einige Romane in der Hörfassung wahrscheinlich noch mehr genossen, als das beim reinen Lesen der Fall gewesen wäre. Und so soll das ja schließlich auch sein beim Hörbuch.

Eine weitere Erkenntnis aus meiner bisherigen Hörbuchnutzung ist: Allzu komplex darf es für mich beim Hören nicht werden. Die Tatsache, dass man in einem Hörbuch nicht zurückblättern kann, aber unterwegs durch Umgebungsereignisse immer mal wieder ein paar Sekunden verpassen kann (wobei man sich dann nicht unbedingt die letzte Viertelstunde noch einmal anhören möchte), bedeutet für mich, dass ich "hohe Literatur" weiterhin lesen und nicht hören möchte. Macht ja auch nichts, es gibt genug leichtere Kost, die mich ebenfalls interessiert.

Und was nun die Tatsache betrifft, dass Platz 1 und 2 meiner Charts von Regionalkrimis belegt sind: Ja, das wundert mich auch. Beide überzeugten aber durch eine spannende Handlung, Humor und eine angenehme Erzählstimme. Das bedeutet ja nicht, das ich demnächst im Fernsehen die Rosenheim-Cops ansehen muss ...


5. Ferdinand von Schirach: Verbrechen (gelesen von Burghart Klaußner)

Herr von Schirach ist ja recht bekannt, ich kannte aber vor diesem Hörbuch gar nichts von ihm. Die nüchterne Schilderung ungeheuerlicher und angeblich realer Taten wird passend neutral vorgelesen und entpuppte sich als durchaus beeindruckend. Ob ich davon noch mehr brauche, weiß ich aber nicht.




4. Thommy Jaud: Hummeldumm (gelesen vom Autor)

Thommy Jaud ist für wenig intellektuelle Bücher á la Vollidiot bekannt, wobei ich in seinen mir bekannten Werken stets ungefähr gleich viel gut und schlecht finde. Hummeldumm entpuppte sich in der Hörbuchversion geradezu als Überraschungshit, vielleicht auch deshalb, weil es von einer Reisegruppe in Namibia handelt und ich selbst Gruppenreiseerfahrung habe - so einige gruppendynamische Entwicklungen konnte ich durchaus nachvollziehen. Perverserweise möchte ich nun auch gerne nach Namibia.



3. Minette Walters: The Chameleon's Shadow (gelesen von Jamie Glover)

Minette Walters hat meines Erachtens einige der besten Krimis geschrieben, die es überhaupt gibt. Ihre neueren Romane können damit qualitativ nicht ganz mithalten, aber die eigene Latte liegt eben auch sehr hoch. The Chameleon's Shadow war in jedem Fall spannend und originell, außerdem mein erstes englischsprachiges Hörbuch. Gute Sache.



2. Jörg Maurer: Unterholz (gelesen vom Autor)

Wieder so ein Überraschungshit - ich hörte das Buch via Spotify in der Erwartung, etwas möglicherweise ziemlich Schreckliches zu erleben, tatsächlich ist Unterholz (der bereits x-te Teil einer Krimiserie um dasselbe Ermittlungsteam) extrem unterhaltsam, sehr böse und auch noch spannend. Darüber hinaus erwies sich der Autor als großes Vorlesetalent, das jedem Protagonisten eine eigene Stimme verleiht, ohne dabei ins allzu Bemühte abzurutschen.



1. Andreas Föhr: Der Prinzessinnenmörder (gelesen von Michael Schwarzmaier)

An Andreas Föhr wiederum geriet ich nur, weil er auf Amazon als Alternative zu Jörg Maurer vorgeschlagen wurde. Auch er hat eine ganze Krimiserie um seinen Kommissar Wallner geschrieben, der Ton ist hier aber ein völlig anderer. Sicher, Komik wird bei ihm ebenfalls eingesetzt, aber gerade diese erste Geschichte aus Miesbach ist an sich hauptsächlich tragisch und verstörend, dabei aber sehr spannend und mitreißend.


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Konzerte Wo ist nur dieses Jahr geblieben? Es erscheint unfassbar, dass schon wieder Jahresendbewertungszeit ist - und natürlich bin ich a...

My Year In Lists (1)

Konzerte

Wo ist nur dieses Jahr geblieben? Es erscheint unfassbar, dass schon wieder Jahresendbewertungszeit ist - und natürlich bin ich auch dieses Jahr wieder mit meinen Bewertungen bei Platten vor Gericht wieder spät dran ("und zu niedrig" würden manche sagen). Vorrang haben aber natürlich die hochwichtigen Jahrescharts auf meinem eigenen Blog, und so  geht es auch dieses Jahr mit den Konzerten los.

2013 war das Jahr der Doppelauftritte - ich, die nicht sonderlich gerne Bands mehrfach hintereinander sieht, besuchte Sigur Rós, Editors, Enno Bunger und CocoRosie zweifach. Auf die Charts hat sich das allerdings nur teilweise ausgewirkt. Bezüglich der Locations hat sich dank Umzug Köln weiter nach vorne gespielt, im Urlaub war ich in Rom und Wien bei Konzerten.


5. Enno Bunger, 11. November 2013, Mousonturm Frankfurt



4. Depeche Mode, 5. Juli 2013, Esprit Arena Düsseldorf



3. Editors, 1. November 2013, Schlachthof Wiesbaden



2. Slut, 4. Oktober 2013, Flex Wien



1. The National, 5. November 2013, Mitsubishi Electric-Halle Düsseldorf


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Es ist praktisch schon Weihnachten, und im Einkaufs- und Dekostress scheint mir Maxïmo Parks erste Single vom neuen Album "Too much ...

Sendeschluss: Maxïmo Park - Leave this Island


Es ist praktisch schon Weihnachten, und im Einkaufs- und Dekostress scheint mir Maxïmo Parks erste Single vom neuen Album "Too much Information" völlig entgangen zu sein. Nun gibt es bereits Song Nummer zwei, der ein wenig elektronisch daherkommt und im Video (das sich grundsätzlich im einen alten Mann dreht) eine Katze enthält - was für eine Vorstellung hier natürlich allein bereits völlig ausreicht.

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Schon verrückt, dass man heutzutage einfach per Bahn von Frankfurt innerhalb einer Stunde nach Köln düsen kann. In meiner Jug...

Neulich bei der Christmette: Erdmöbel in der Kölner Kulturkirche


Schon verrückt, dass man heutzutage einfach per Bahn von Frankfurt innerhalb einer Stunde nach Köln düsen kann. In meiner Jugend wäre das nicht möglich gewesen, aber nun kann ich um 18 Uhr das Büro verlassen und bereits gegen halb 8 durch Nippes irren und diese Kulturkirche, von der immer alle reden (in ihr finden durchaus öfter einmal poppige Konzerte statt), suchen.

Als die Kirche schließlich gefunden war, bot sich mir ein Bild, das ich sonst nur von der Christmette kenne: Noch keine Veranstaltung im Gange, aber alle Bänke in der weihnachtlich mit glitzernden Kugeln und Lichterketten geschmückten Kirche dicht besetzt von gut gelaunten Besuchern in allen Altersklassen. Lediglich der ausgiebig genutzte Kölschverkauf im Eingangsbereich ließ erahnen, dass die Leute nicht zum Gottesdienst erschienen waren.


In dem ganzen Gewühl noch einen Sitzplatz zu finden, erwies sich als schwierig, von diesem aus letztendlich die Bühne zu erspähen, als unmöglich. Die ergatterte Sitzbank befand sich nämlich nicht im Mittelschiff, sondern lief parallel zur Wand, was zu dem Problem führte, dass sich noch später kommende Zuschauer einfach davor und damit direkt in die Sicht zur Bühne stellten. Immer mehr Gäste drängten sich in den Gängen, beziehungsweise quetschten sich auf Biermission an einem vorbei, und meine Stimmung sank bereits kontinuierlich, als auch noch der ansässige Pfarrer verkündete, dass nun als Support erst einmal Friedemann Weise auftreten werde - den kannte ich bereits von einem früheren Erdmöbel-Konzert und hatte keine sonderlich positiven Erinnerungen.


Herr Weise war ebenfalls nicht allerbester Laune und sagte sich, nachdem er die Ankündigung durch den Pfarrer als zu unenthusiastisch zurückgewiesen hatte, gleich noch einmal selbst gebührend an. Zunächst hatte ich den Eindruck, der Sänger habe bei seiner Anreise aus Köln Ehrenfeld an einem Glühweinstand vorgeglüht und sei somit angetrunken, nachdem er aber bei seinem verdächtig schleppendem Tonfall wohlartikuliert war und blieb, litt er wohl nur unter der Erkältung, die ihn nach eigenen Angaben quälte.

Ich weiß nicht, ob es meinen niedrigen Erwartungen oder der bessere Songauswahl lag, aber an diesem Abend überzeugte mich Weise viel mehr als bei der früheren Gelegenheit. Der Versuch, den Ausdruck "Narzißtische Persönlichkeitsstörung" singbar zu machen, ist immerhin beeindruckend, ein Popsong über Abmahnanwälte originell und einige der Zwischengags (etwa, während niemand mitsang, den letzten Refrain eines Lieds mit "und jetzt ich alleine!" anzusagen, später folgte noch "und jetzt die Verrückte da vorne!") waren tatsächlich ziemlich lustig, unterhaltsam und kurzweilig.

Ein noch unvollendeter Song, der eine Aufzählung zahlreicher Tourauftrittsorte nebst der Erlebnisse des Sängers dort beinhaltet, wurde anscheinend von Ekki Maas mit Insterburg & Co. verglichen, was Weise mit "Wenn dich das an die erinnert, bist du zu alt" kommentiert wurde. Ob die kirchenkritischen Kommentare des Sängers zu Heiligenbildern oder auch missbrauchten Messdienern beim Pfarrer sonderlich gut ankamen, ist nicht bekannt - immerhin wurde nur über die katholische Kirche gelästert.


Setliste:

Narzißtische Persönlichkeitsstörung
Ein Hundejahr
Abmahnanwalt
Toursong (unvollendet)
Keine Songwriter
Weißt du noch
Tina, geh' nicht in die Sekte

Nun war es Zeit für den Hauptact, Erdmöbel betraten mit dem Bekleidungsmotto "rosa" und weiteren Christbaumkugeln an den Gitarren- und Basshälsen die Kirchenbühne, nur Christian Wübben war zunächst als Nikolaus verkleidet, legte sein Outfit aber schnell wieder ab. Markus Berges hat sich von dem Vollbart, den er Ende Oktober in Frankfurt trug, zwischenzeitlich getrennt, allerdings wäre der zurückgebliebene Clark Gable-Schnurrbart auch überdenkenswert. Nach dem Opener "Cardiff" erfuhren wir die Abendplanung: Es sollte bei "Kung Fu Christmas" zwei Konzertteile geben, nämlich zunächst "Kung Fu" und dann "Christmas".

Konzertteil eins konzentrierte sich dann auch hauptsächlich auf Songs aus dem aktuellen Album "Kung Fu Fighting" und sparte ältere Lieder wie "Wurzelseliger" oder "Dreierbahn", die sonst im Programm stehen, aus. Zunächst ging es aber weiter mit dem älteren "Ausstellung über das Glück" und dem Hinweis auf ein am Schlagzeug installiertes Instrument (Chimes), mit dem man durch Entlangstreichen ein zartes, weihnachtliches Klimpern erzeugen konnte und das an diesem Abend reichlichen Einsatz finden sollte. Wir erfuhren auch, dass Sting dieses Teil angeblich in jedem seiner Songs verwendet. Wolfgang Proppe behauptete darüber hinaus, entdeckt zu haben, dass sich Tonleitern besondern weihnachtlich anhören, weshalb es diese äußerst freigiebig einsetzte und in zahlreiche Songs einbaute.


Als nächstes folgte das von eifrigem Mitgesang unterstützte "Club der senkrecht Begrabenen", sowie "Vivian Meier". Zum "Kung Fu Fighting"-Titelsong wurde im Hintergrund der Bühne das mich etwas verstörende zugehörige Kuss-Video gezeigt. Nach "Gefäße", ebenfalls vom neuen Album, folgte mit "Wort ist das falsche Wort" laut Ekki Maas das traurigste Lied des Vorgängeralbums "Krokus" - beim Konzert im Frankfurter Nachtleben hatte er behauptet, es sei sein Lieblingslied dieses Albums, aber das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Mit "In den Schuhen von Audrey Hepburn" spielte die Band danach einen der sehr wenigen älteren Songs, um dann mit "Blinker" wieder in die Gegenwart zurückzukehren und den "Kung Fu-Teil" des Abends abzuschließen.


Konzertteil zwei bestand, da Erdmöbel seit geraumer Zeit jedes Jahr eine Weihnachtssingle veröffentlichen, hauptsächlich aus diesem Repertoire, auf das nur im Rahmen der Weihnachtskonzerte in der Kulturkirche zurückgegriffen wird. Los ging es hier mit der Aufforderung an das Publikum, man solle möglichst schnell alle deutschen Bundeskanzler aufsagen. Die Liste ("Merkel Schröder Kohl Schmidt Brandt Kiesinger Erhard Adenauer") gehört zu "Muss der heilige Nikolaus sein", zu dem Wolfgang Proppe ans Akkordeon wechselte und bei dem, wie auch zu allen folgenden Weihnachtsliedern, wiederum das Video eingespielt wurde.

Nach "Der letzte deutsche Schnee" spielte man mit "Erster Erster" einen Song, der zwar thematisch in die Jahreszeit passte, aber gar keine Weihnachtssingle ist sondern vom Album "Krokus", bei "Fräulein Frost" konnte man im Video die ganze Band erfrieren sehen und bei "Lametta" kam als Gastsängerin nicht die eigentliche Co-Interpretin Maren Eggert sondern Suzie Kerstgens von Klee mit auf die Bühne. Sie hatte sich passend zum Rosa-Bekleidungsmotto der Band ein pinkes Oberteil angezogen und trug ihren Christbaumschmuck in Form eines weihnachtlich goldenen Sterns im Ohr. Zum darauf folgenden "Last Christmas" wurde erklärt, dass es laut Wolfgang Proppe die Melodie des Todes enthalte. Begleitend zu dem Song wurden aus den Klingelbeuteln der Kirche ans Publikum Bonbons verteilt, was Markus Berges vor der aktuellen Weihnachtssingle "Ding Ding Dong (Jesus weint schon)", die vermutlich an diesem Abend ihre Live-Premiere feierte, zu der Frage veranlasste, ob wir denn auch mit vollem Mund mitsingen könnten.


Das klappt dann sehr gut, Friedemann Weise und Suzie Kerstgens kehrten auf die Bühne zurück und bildeten mit einigen Publikumsmitgliedern eine Background-Sing- und Tanzgruppe. Vorher hatte Ekki Maas das aus dem Video zum Lied bekannte "Bitte folgen!"-Schild gezückt und angedroht, dass wir nun gemeinsam zwar nicht bis zum Eigelstein, aber zumindest um die Kirche wandern würden. Nach unzähligen Wiederholungen des "Ding Ding Ding Dong"-Refrains erhielten die beiden Gaststars Geschenke (Whiskey für Suzie und Blumen für Friedemann) und das Konzert war offiziell beendet, doch das Publikum ließ sich nicht beirren und sang so lange allein den Refrain weiter, bis die Band zurückkehrte.


Durch die Anwesenheit von Suzie Kerstgens bot es sich für Erdmöbel natürlich an, den Song zu spielen, den sie mit der Band aufgenommen hatte, und so folgte nun "Vergnügungslokal mit Weinzwang". Nachdem sich Suzie mit Umarmungen von den Bandmitgliedern verabschiedet hatte, rief jemand aus dem Publikum "Das Leben ist schön!", was dann prompt anschließend gespielt wurde. Mit "Nah bei dir", einem Song, der fast schon traditionell Erdmöbel-Konzerte abschließt, endete der Konzertabend dann nach zwei Stunden wirklich, wobei die Band hinterher noch eifrig mit dem Signieren von allem möglichen beschäftigt war und dank des Heimatauftritts natürlich auch viele der Gäste persönlich kannte.

Auch wenn Erdmöbel sich nicht sicher waren, zum wievielten Mal sie ihren Weihnachtsauftritt in der Kulturkirche absolvierten, hatte uns der Pfarrer bereits in der Ankündigung mitgeteilt, dass es auch kommendes Jahr wieder einen geben wird. Wie versierte Christmettenbesucher wissen wir dann auch, dass man für die guten Plätze besonders früh erscheinen muss.


Setliste:

Cardiff
Ausstellung über das Glück
Club der senkrecht Begrabenen
Vivian Meier
Kung Fu Fighting
Gefäße
Wort ist das falsche Wort
In den Schuhen von Audrey Hepburn
Blinker
Muss der Heilige Nikolaus sein
Der letzte deutsche Schnee
Erster Erster
Fräulein Frost
Lametta (mit Suzie von Klee)
Last Christmas
Ding Ding Dong (Jesus weint schon)

Vergnügungslokal mit Weinzwang (mit Suzie von Klee)
Das Leben ist schön
Nah bei dir

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Heute ist bereits der dritte Advent! Wie ist das denn schon wieder passiert?? Höchste Zeit, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Erdmöbel ...

Sendeschluss: Erdmöbel - Ding Ding Dong


Heute ist bereits der dritte Advent! Wie ist das denn schon wieder passiert?? Höchste Zeit, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Erdmöbel steuern zu diesem Thema ihre diesjährige Weihnachtssingle "Ding Ding Dong" bei, die in diesem Haushalt schon so häufig lief, dass mein Gehirn zwischendurch auch schon ein bisschen "Ding Ding Dog" gemacht hat.

Die Aufnahme von Song und Video hätte uns normalen Menschen auch Zugang zu einem kleinen Stück Ruhm ermöglicht, denn man hätte sich sowohl am Chor beteiligen als auch im Video mitspielen dürfen. Und jetzt alle zusammen: "Dingelingelingdingdingding Jesus weint schon."


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Letzte Woche berichtete ich ja bereits über die Song Map , die seit Kurzem mein Wohnzimmer ziert. Dort hängt sie jedoch nicht allein, sonder...

Neulich im Soylent Green

Letzte Woche berichtete ich ja bereits über die Song Map, die seit Kurzem mein Wohnzimmer ziert. Dort hängt sie jedoch nicht allein, sondern neben ihrem Kumpel, der Film Map.


Während die Song Map auf dem gängigsten Londoner Stadtplan, dem "A to Z", basiert, weiß ich bei der Film Map leider nicht, was ihr Vorbild ist. Vielleicht ein New Yorker Stadtplan? Genau wie die Song Map benennt sie Straßen, Plätze, Parks und anderes nach teils naheliegenden (Lost Highway, Field of Dreams, Mansfield Park) uns teils eher überraschenden Vorbildern aus der Filmtitelwelt, bei denen man ein wenig um die Ecke denken muss (Forrest Gump, Reservoir Dogs, Cloverfield).

Auch bei der Film Map macht es viel Spaß, die Ortsnamen durchzulesen, immer wieder kleine Überraschungen und bislang Entgangenes zu entdecken. Wirklich ein prima Objekt, an dem man lange Freude hat.





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Im vorerst letzten Teil meiner Wiener Kaffeehausreihe stelle ich ein Café der unkonventionelleren Art vor. Was in Japan allgemein bekannt...

Neulich im Kaffeehaus (11): Café Neko


Im vorerst letzten Teil meiner Wiener Kaffeehausreihe stelle ich ein Café der unkonventionelleren Art vor. Was in Japan allgemein bekannt ist, wir langsam auch im deutschsprachigen Raum beliebt: Das Katzencafé.

Hier können großstädtische Katzenfreunde, die keine Möglichkeit zur Haltung eines eigenen Tieres haben, die Gegenwart der Samtpfoten genießen, sie streicheln und mit ihnen spielen. Und das geht nun auch außerhalb Japans, beispielsweise in der Wiener Innenstadt, wobei das Café von einer Japanerin betrieben wird.


Die vorhandenen fünf Katzen stammen alle aus dem Tierheim und wohnen fest im Café. Dort haben sie zahlreiche Kletter- und Rückzugsmöglichkiten, so dass sie sich keineswegs zwangsweise mit den Gästen auseinandersetzen müssen. Soweit ich die Katzen und das Verhalten der Betreiberin sehen konnte, hatte ich den Eindruck, dass die Tiere geliebt und geschätzt werden und keineswegs nur als putzige Umsatzmacher gehalten werden.


Das ganze Lokal ist von Kletterbäumen, Wandbrettern und Röhren durchzogen, für die Gäste stehen Spielangeln und anderes Katzenspielzeug zur Verfügung, Leckerlis können bestellt werden. Das Katzenthema hat auch starken Einfluss auf die Dekoration, so sind unter anderem die Filzuntersetzer der Kaffeegläser Katzenumrisse. Das Ganze wirkt aber nicht, wie das häufig bei Dekoelementen mit Katzenmotiven passiert, kitschig.

Die Sache mit den vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten ist aber natürlich zweischneidig: Von den fünf in der Speisekarte vorgestellten Katzen waren bei unserem Besuch nur drei überhaupt zu sehen. Davon hatte sich eine fest bei zwei älteren Damen niedergelassen, eine weitere war nicht sonderlich kontaktfreudig und wollte eigentlich nur von den Angestellten bespaßt werden. Nur der rote Thomas hatte ein wenig Professionalität im Leib und machte pflichtbewusst seine Runden um die besetzten Tische - auf Streicheln oder Spielen hatte er aber keine Lust.


Und so war das Café bei unserem Besuch bevölkert von Gästen, die zwar gerne mit einer Katze spielen wollten, aber dabei nicht sonderlich erfolgreich waren. Wobei die Tatsache, dass es den Katzen selbst überlassen ist, was sie tun, natürlich grundsätzlich begrüßenswert ist, und als Katzenfan weiß man die Unabhängigkeit dieser Tiere ja auch durchaus zu schätzen.

Man kann im Neko übrigens Kaffee trinken und Kuchen bestellen wie überall sonst. Der Kuchen kommt dabei, sicherlich aus Gründen der Hygiene, unter einer kleinen Glaskuppel an den Tisch.

Insgesamt ein durchaus schönes und angenehmes Lokal, allerdings sollte man  bezüglich der kätzischen Unterhaltung nicht zu viel erwarten - oder vielleicht mehrmals kommen.


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Slut sah ich dieses Jahr schon in Wien  bei einem sehr schönen Konzert. Die neue Single "Remote Controlled" stammt vom diesjähr...

Sendeschluss: Slut - Remote Controlled


Slut sah ich dieses Jahr schon in Wien bei einem sehr schönen Konzert. Die neue Single "Remote Controlled" stammt vom diesjährigen Album "Alienation". Das Video ist ehrlich gesagt eher unspektakulär. Ich las vor einer ganzen Weile, dass die Bandmitglieder nicht von ihrer Musik leben können und im Alltag anderen Berufen nachgehen. Sollte dem immer noch so sein, war fürs Video, in dem man die Band verschwommen beim Auftritt sieht, wohl auch keine Masse von Geld da. In jedem Fall aber eine prima Band und ein guter Song, da darf man beim Video eben nicht so pingelig sein.


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