About Men – Das Magazin für echte Männer" feiert das Mannsein, den Lifestyle, den Hedonismus. Es ist ein Kulturmagazin im Sc...

TVLab 2013 (1): About Men


About Men – Das Magazin für echte Männer" feiert das Mannsein, den Lifestyle, den Hedonismus. Es ist ein Kulturmagazin im Schafspelz der Männerdomänen. Es ist verankert in der Welt von heute, aber orientiert sich am Gestus der frühen 80er Jahre – als es noch nicht verpönt war, Fleisch zu essen oder am frühen Nachmittag einen Scotch zu genießen. 
Als "Jet Set" noch ein Sehnsuchtsbegriff war und kein anrüchiger Tummelplatz für B-Promis. In der Welt des Männermagazins sind 20-Liter-Autos noch cool, Gadgets nichts für Nerds und ein rosa Hemd kein Fauxpas, sondern ein Statement. Stil, Kultur und Abenteuer – das gehört zum Mannsein wie die Frauen. Es ist eine Welt, in der der Mann noch der King sein darf. Und die Frau selbstverständlich die Göttin. "About Men" – ein Kulturmagazin für den Mann von Welt.

Ich tue mich schwer dabei, diese Sendung zu krititieren, denn ähnlich wie bei den unsäglichen Beef Brothers im letzten Jahr ist so dermaßen klar, dass ich nicht Teil der anvisierten Zielgruppe bin, dass es sich etwas müßig anfühlt, das noch einmal explizit zu erwähnen - nicht umsonst läuft auch das aus irgendeinem Grund in Beef Buddies umbenannte und nun anscheinend als Serie produzierte Format gleich vorneweg.

Kurz gesagt ist About Men eine verfilmte Version der Zeitschrift GQ. Die Frage, was Männlichkeit (oder auch Weiblichkeit) in einer weitgehend emanziperten Zeit bedeuten kann, halte ich für gar nicht einmal so uninteressant, aber außer Autos, Striptease, Fleisch grillen und Aufreißtipps plus ein paar Moderatschlägen ist den Machern leider nicht viel zum Thema eingefallen.


Bezeichnenderweise beklagte sich mein männlicher Mitzuschauer beim Ansehen darüber, dass er nicht zum Europapokal umschalten durfte - Fußball ist eben noch männlicher als alles bisher genannte, aber vielleicht kommt das ja dann in Folge 2. Immerhin gefiel ihm, dass der testosterontriefende Protagonist sich in den Übergangsszenen zwischen den Beiträgen mit einem Roger Moore-Foto unterhielt und dieses auch die Synchronstimme des Schauspielers hatte.

Positiv hervorheben kann man die Machart an sich: Das Design der Einblendungen, die angebliche Wohnung des Protagonisten ... das ist schon alles sehr schön gemacht. Aber selbst wenn mir das Format gefallen hätte, müsste ich auch die Frage stellen, was in weiteren Folgen vorkommen sollte: Eigentlich scheinen ja alle sich anbietenden Themen (außer eben Fußball) bereits abgehandelt zu sein.

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