Hat außer mir noch jemand das Gefühl, dass ich im Grunde immer dieselben drei Bands live sehe? Nun, beim Get Well Soon-Konzert am vergang...

Neulich beim Dreierpack: Get Well Soon in der Frankfurter Brotfabrik


Hat außer mir noch jemand das Gefühl, dass ich im Grunde immer dieselben drei Bands live sehe? Nun, beim Get Well Soon-Konzert am vergangenen Freitag handelte es sich tatsächlich bereits um das mindestens achte meines Lebens, das stimmt schon. Achtmal dieselbe Band! Wer hält das denn aus?

Tatsächlich kann man Get Well Soon hinsichtlich des Freitagskonzertes aber nun wirklich überhaupt nicht vorwerfen, immer dasselbe zu machen. Da wäre zunächst das Songmaterial: Im November hatte Konstantin Gropper nicht weniger als drei neue EPs veröffentlicht, und zwar ausschließlich auf Vinyl. Passend wurde eine Tournee mit Konzerten im "Dreierpack" angekündigt, es sollte also pro Konzertabend drei unabhängige Musikteile geben. Kurz vor Tourneestart wurden noch zwei weitere Neuerungen bekannt gegeben: Erstens durften Fans darüber abstimmen, welche Coverversion die Band zum besten geben sollten, zweitens konnte man sich zusätzlich bewerben, selbst einen Get Well Soon-Song an Stelle Groppers als Karaokeversion zu singen.


Es gab also viele Gründe, sich Get Well Soon auf dieser Tournee anzusehen, und so sahen das wohl auch andere, denn das Frankfurter Konzert in der Brotfabrik war ausverkauft. Der gut gefüllte Saal bekam als erstes die Vorband Vin Blanc / White Wine zu sehen, ein deutsch-amerikanisches Duo aus Leipzig, dessen eine Hälfte (Joe Haege) vormals Tu Fawning gegründet hatte. Joe trug einen sicherlich absichtlich zu kurzen Anzug mit karierten Socken und hatte merkbare Stimmprobleme, die er auch selbst mehrfach erwähnte. Ob der Auftritt unter günstigeren Umständen beim Publikum besser angekommen wäre, sei dahingestellt, so jedenfalls wurde das kurze Set kaum beachtet und erntete auch nur höflichen Applaus.


Schon bald danach erschien der Hauptact, wirkte aber deutlich anders als gewohnt. Besonders fiel die Tatsache ins Auge, dass ALLE außer dem Schlagzeuger E-Gitarren hatten (gut, eine war in Wirklichkeit ein Bass), ins Auge. Auch die Kleidung der meisten Bandmitglieder war sichtlich mit dem Ziel ausgewählt, rockiger und 80er-mäßiger zu wirken, als das sonst der Fall ist. Und so rockte sich die Band zunächst recht schnell durch EP Nummer 1, "The Lufthansa Heist". Bassist Timo Kumpf wirkte bei dem Geschrammel so zufrieden, dass ich mich fragte, ob er nicht grundsätzlich lieber in einer Rockband wäre.


Danach ging man tatsächlich zunächst wieder ab und zog sich um, und Konstantin Gropper legte zur weißen Jeans einen ebensolchen Blazer an - und die Schuhe ganz ab, den Rest des Abends stand er barfuß auf der Bühne. Nachdem wir zum zweiten Mal begrüßt worden waren, folgte die Darbietung von "Henry – The Infinite Desire of Heinrich Zeppelin Alfred von Nullmeyer" mit einer für Get Well Soon traditionelleren Instrumentierung - also mit weniger Gitarre, dafür zusätzlich Trompete, Geige und Glockenspiel. Vor "Mail from Heidegger" zeigte sich Konstantin Gropper amüsiert darüber, dass ihn ein Journalist nach der postmodernen Komponente des Songtitels gefragt hätte, der in dessen Auge vorspiegelte, der Philosoph des 19. Jahrhunderts habe Zugriff auf E-Mail gehabt. Dem ist nicht so, denn mit "Mail" meinte Gropper einfach "Post", also Briefe.


Wieder folgte eine Pause, allerdings nur eine kurze, in der das von Barfuß-Gropper umgestoßene Weinglas beseitigt und durch ein volles ersetzt wurde und nochmals einige Instrumente getauscht wurden. Statt der dritten EP "Greatest Hits", die ausschließlich Coversongs enthält, folgte nun zu unserer Freude ein Klassiker der Band, "I Sold My Hand For Food So Please Feed Me". Danach schlugen die Coversongs aber doch zu, und wir bekamen ausgerechnet "Careless Whisper" zu hören, ein Song, der mich schon im Original nur nervt (und der mich außerdem stets an das zugehörige, scheinheilige Video denken lässt, in dem der arme George Michael von dieser bösen Frau quasi gezwungen wird, seine biedere Freundin zu betrügen).


Zum Glück war der George Michael-Song schnell vorbei, und wir hörten wieder deutlich schönere von Gropper selbst, nämlich "Last Days Of Rome" und "A Voice in the Louvre". Dann kam der große Karaoke-Moment, in dem ein Publikumsmitglied namens Moritz auf die Bühne gebeten wurde und dort mit der Band "People Magazine Front Cover" vortrug. Schon nach dem ersten Zeilen wurde klar, dass Moritz seine Sache sehr gut machen würde, was zunächst zu Szenenapplaus und nach dem Lied zu anhaltendem Jubel führte. Konstantin Gropper selbst meinte scherzhaft: "So war das eigentlich nicht gedacht, dass da einer kommt und besser singt als ich!" Moritz, könne ja anstreben, ihn langfristig als Sänger zu ersetzen - "Ich werde ja auch nicht jünger" - und setzte etwa leiser nach "... ist aber schlecht bezahlt."


Nach "Roland, I feel You" und "You Can't Cast Out Your Demons (You Might As Well Dance)" war der Hauptteil des Sets vorbei, doch die Band kehrte schnell zurück und präsentierte nun die Coverversion, über die ich im Netz mit hätte abstimmen können, wenn ich denn daran gedacht hätte. Es handelte sich um Pulps "Disco 2000", ein Lied, das ich im Original um einiges mehr schätze als in der Get Well Soon Variante. Gropper ist eben kein Cocker. Die darauf folgenden Klassiker "Tick Tack Goes My Automatic Heart" und "If This Hat Is Missing I have Gone Hunting" waren aber wie immer prima und brachten das Konzert zu seinem nun tatsächlichen Ende.


Setliste:

The Pope Washed My Feet In Prison
A Night At The Rififi Bar
The 4:3 Days
Sci-Fi Gulag
Staying Home

Age 14, Jumping Off The Parents' Mezzanine
Promenading Largo Maggiore, You Wouldn't Hold My Hand
Mail From Heidegger
You'll Be Taken Care Of

I Sold My Hands For Food So Please Feed Me
Careless Whisper (George Michael Cover)
The Last Days Of Rome
A Voice In The Louvre
People Magazine Cover (Karaoke)
Roland, I Feel You
You Cannot Cast Out The Demons (You Might As Well Dance)

Disco 2000 (Pulp Cover)
Ticktack! Goes My Automatic Heart
If This Hat Is Missing I Have Gone Hunting


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Noel Gallagher stellt mit "Ballad of the Mighty I" bereits die zweite Single aus seinem neuen Album "Chasing Yesterday&quo...

Sendeschluss: Noel Gallagher - Ballad of the Mighty I


Noel Gallagher stellt mit "Ballad of the Mighty I" bereits die zweite Single aus seinem neuen Album "Chasing Yesterday" vor. Während der Song dadurch Aufsehen erregte, dass Johnny Marr die Rolle des Gitarristen übernahm, sucht man den Musiker im Video vergebens. Dafür sieht man Gallagher, wie er ironisch seine eigene Unlust am Videodreh dokumentiert. Voll postmodern!

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Mein Freund kauft sich Schuhe gerne auf Vorrat - was auch ganz sinnvoll ist, da sich sein Geschmack nicht groß ändert. Da kann man also glei...

Clever Little Cat

Mein Freund kauft sich Schuhe gerne auf Vorrat - was auch ganz sinnvoll ist, da sich sein Geschmack nicht groß ändert. Da kann man also gleich mehrere Paare bestellen und diese gegebenenfalls ein wenig aufheben, bis sie dann zum Einsatz kommen.


Nach dem letzten Schuh-Großeinkauf entdeckte er im Schrank allerdings nicht weniger als drei Paar ungetragene Puma-Schuhe aus einer früheren Großbestellung - in den kommenden fünf Jahren braucht er dann also eher nichts Neues im Fußbekleidungsbereich!

Die wieder entdeckten Puma-Sneaker steckten nicht in regulären Pappkartons, sondern in deren Unterteil, das in eine Art Tasche gesteckt war. Ein wenig Internet-Recherche (Link) brachte zu Tage, dass Puma zwischen 2010 und August 2014 versucht hatte, den Schuhkartonmarkt zu revolutionieren.


Der Hersteller erklärte damals:

By replacing the large cardboard lids commonly used for shoeboxes, the Clever Little Bag uses less packaging and reduces water, energy and fuel consumption required by more than 60 percent a year. The package's paper material is reduced by 65 percent. With a light design, the Clever Little Bag uses less energy to transport. The sleeve that replaces the cardboard material is a nonwoven bag that uses less work and waste throughout its production. It also becomes a reusable bag after purchase, ideal for shopping and storage (Quelle).

Dem Handel gefiel dieses Konzept aber einfach nicht, denn die weichen Quader ließen sich schlechter stapeln als harte Kartons. Außerdem fiel es den Kunden schwerer, die Schuhe nach dem Anprobieren wieder zu verpacken. Puma zog also die Konsequenzen und lieferte die Schuhe der letzten Wintersaison wieder im Pappkartons aus.

Natürlich musste eine meiner Katzen den Karton gleich anprobieren, denn sie hatte offenbar die Piktogramme auf der Tasche studiert und verstanden:



Ganz klar ist dort nämlich unter Punkt 13 als ein möglicher Verwendungszweck vorgeschlagen:



Alles richtig gemacht, Elmo.
















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Jippie, ein neues Album von Olli Schulz ist da! Auch wenn ich seine Musik seit Jahren kenne und schätze, kann ich mich nicht daran erinne...

Sendeschuss: Olli Schulz - Phase


Jippie, ein neues Album von Olli Schulz ist da! Auch wenn ich seine Musik seit Jahren kenne und schätze, kann ich mich nicht daran erinnern, vorher schon einmal ein Olli-Schulz-Video gesehen zu haben.

In "Phasen" übernimmt Palina Rojinski die Rolle der im Song beschriebenen, viel beschäftigten Angebeteten, währen Schulz mit Oberlippenbart darauf wartet, dass man endlich mit dem Videodreh beginnen kann. Aber, so erfahren wir am Ende, es schaut ja ohnehin niemand mehr Musikvideos!

Ein schöner, selbstreferenzieller Kurzfilm, den man mehrmals ansehen kann und sollte.

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Immer, wenn ich denke, dass ich nun aber wirklich alles "Ersatzproduktmarken" kenne, taucht im Supermarktregal prompt wieder etwas...

Fleischeslust: Vegane Bällchen von VegaLand

Immer, wenn ich denke, dass ich nun aber wirklich alles "Ersatzproduktmarken" kenne, taucht im Supermarktregal prompt wieder etwas Neues auf. Oder auch nicht, denn wenn man die Packung "vegane Bällchen" von VegaLand umdreht, heißt der Hersteller Vegafit - und Produkte dieser Marke wurde hier im Blog bereits vorgestellt.


Ich habe dann einfach einmal bei Vegafit angefragt und erfahren, dass es wegen der Ansprüche verschiedener Handelsketten unterschiedliche Handelsmarken gibt, die Produkte sind also tatsächlich identisch.

In meinem Haushalt gibt es solche Bällchen meistens als Zugabe zu Nudeln und Tomatensauce, quasi analog zu amerikanischen "Meatballs" in Nudelsauce. Nachdem andere Bällchen häufig weich werden, wenn sie nach dem Anbraten bereits in die Sauce gegeben werden, bereiten wir die Bällchen nun meist separat zu und geben sie dann erst auf das fertige Essen.


Geschmacklich sind die Bällchen von VegaLand in Ordnung, ich würde sagen, sie fallen weder positiv noch negativ auf. Kann man kaufen.




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Herrje, im Zuge des geballten Jahresrückblicks habe ich meine ebenfalls hochwichtige Monatszusammenfassung vergessen! Also blicken wir schne...

Gelesen, gesehen, gekauft: Dezember 2014

Herrje, im Zuge des geballten Jahresrückblicks habe ich meine ebenfalls hochwichtige Monatszusammenfassung vergessen! Also blicken wir schnell ein letztes Mal zurück in den Dezember ...

Gelesen


Vor geraumer Zeit las ich The Devil of Nanking (das manchmal auch einfach Tokyo heißt) von Mo Hayder. Der geradezu übertrieben grausame Roman über Kriegsverbrechen von Japanern in China hinterließ Eindruck, und als ich wieder einmal nach neuen Hörbuch-Krimis suchte, bestellte ich mir Der Vogelmann von derselben Autorin, gelesen von Dietmar Bär.

Frau Hayder hat offenbar grundsätzlich einen Hang zur Brutalität, auch Der Vogelmann strotzt nur so von Gewaltszenen - dieses Mal im London der Gegenwart - und ist nichts für schwache Nerven oder Mägen. Davon abgesehen war die Kriminalgeschichte über einen Frauenmörder spannend und die Figuren interessant, aber irgendwie erschien mit das Hörbuch seltsam. Manche Handlungselemente schienen auf Details aufzubauen, von dem ich mich nicht erinnern konnte, sie jemals erfahren zu haben. Andere erwähnte Vorgänge verliefen später völlig im Sand, was bei Krimis ja eher ungewöhnlich ist.

Das Lesen einiger Kritiken bestätigte meinen Verdacht: Die Hörbuchversion des Vogelmanns ist gekürzt, und das offenbar ausgesprochen ungeschickt, so dass die Figuren teils ziemlich abrupt und unmotiviert agieren. Schade, denn man merkt dem Hörbuch immerhin an, dass es mit mehr Detailfülle wahrscheinlich sehr gut wäre.

Gesehen


Zwischen den Jahren ist es seit einigen Jahren immer Zeit für neue Folgen der Serie Der Tatortreiniger. Dieses Jahr hat der NDR gleich acht Episoden produziert, eine schier unglaubliche Menge, denn sonst waren es zwei bis maximal vier. Von der Tradition, die neuen Folgen möglichst spät und schnell wegzusenden, wich man aber nicht ab. Statt die Ausstrahlung, eventuell unter Einbindung älterer Episoden, auf zwei Monate zu strecken, zeigte man Doppelfolgen, und zwar nach 22 Uhr.

Leider habe ich mich beim Aufnehmen vertan und vergessen, zwei der neuen Folgen zu programmieren. Glücklicherweise ist die erste Wiederholung für den 17. Februar im Ersten angesetzt, so dass ich nicht allzu lange warten muss, bis ich auch diese Episoden sehen kann.

Was mich von Jahr zu Jahr erstaunt: Immer wieder freue ich mich über die Originalität der Folgen, deren Grundmotiv - Schotti kommt eigentlich, um etwas Gruseliges wegzuputzen, und erlebt dann etwas Skurriles - ja stets gleich bleibt. Schon mehrmals dachte ich, das Konzept sei nun ausgereizt, aber den Autoren fällt dann doch immer wieder etwas Neues ein. Das ist auch gut so, denn irgendwo las ich, dass der NDR ab sofort jährlich sechs neue Folgen ins Rennen schicken will.

Gekauft


Selten kauft man so viel wie im Dezember, und ich habe an Weihnachten nicht nur viel verschenkt, sondern auch noch mehr geschenkt bekommen. Es ist nicht leicht, hier das Tollste heraus zu picken, also stelle ich einfach etwas Lustiges vor, das ich sowohl verschenkt als auch geschenkt bekommen habe: Die Happy Socks.

Eine schwedische Firma hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spannung in die Sockenfächer der Welt zu bringen. Man kann einzelne Sockenpaare oder Sets bestellen, außerdem gibt es auch Strumpfhosen und Unterwäsche. Manchmal bietet Happy Socks sogar Sondereditionen an, etwa in Kollaboration mit Snoop Dogg oder Miike Snow.

Als jemand, der seit etwa 30 Jahren beinahe ausschließlich schwarze Socken trägt, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mir selbst etwas derart Buntes zu kaufen. Tatsächlich ist aber der allmorgendliche Griff in die Sockenschublade nun deutlich spannender, und ich erfreue mich an der neuen, farbigen Auswahl. Ich glaube, in Zukunft wird es bei mir noch mehr bunte Fußbekleidung aus Schweden geben.

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So, nachdem die obligatorischen Jahrescharts nun vollendet sind, geht der Blick wieder nach vorne. Und wen sehen wir da im ersten Sendesc...

Sendeschluss: Prag - Film Noir


So, nachdem die obligatorischen Jahrescharts nun vollendet sind, geht der Blick wieder nach vorne. Und wen sehen wir da im ersten Sendeschluss von 2015? Prag, die hier doch erst im November (und davor im Dezember 2012) dran waren!

Das neue Video ist stilistisch durchaus ähnlich zu "All die Narben", wieder hängen Tschirner und Lautenschläger feudal in einem Hotel herum (dieses Mal mit Tom Krimi als Oberkellner), und wieder wirkt alles ein bisschen, als sei es Anfang des 20. Jahrhunderts gefilmt worden.

Völlig anders ist, dass dieses Mal zwei ausreißende Pudel die eigentliche Hauptrolle des Minifilms spielen, und deren Freude über die plötzliche Freiheit kommt, trotz naturgemäß begrenzter Mimik, hervorragend zum Ausdruck. Wieder ein sehr schönes Video von Prag.


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Filme Wie 2013 war auch 2014 kein sonderlich spannendes Filmjahr für mich. Manche Filme, etwa A Most Wanted Man oder auch Boyhood , habe...

My Year In Lists (9)

Filme

Wie 2013 war auch 2014 kein sonderlich spannendes Filmjahr für mich. Manche Filme, etwa A Most Wanted Man oder auch Boyhood, habe ich im Kino schlicht verpasst. Durch das Sky-Abonnement habe ich seit September zwar mehr relativ neue Filme im Fernsehen gesehen, aber etliche davon (ich sage nur der gefühlt sieben Stunden lange The Wolf of Wall Street) entpuppten sich als Enttäuschungen. 

5. Guardians of the Galaxy

Als die Guardians in der Mid-Credit-Scene von Thor - The Dark World eingeführt wurden, hatte ich nur wegen der billig wirkenden Szene keinerlei Interesse an einem weiteren Nebenschauplatz im Marcel Cinematic Universe. Erst als es überall hieß, der Film sei ein Überraschungserfolg und Kritikerliebling, ließ ich mich doch hinreißen und muss bestätigen: Die Guardians sind unterhaltsam.



4. Muppets Most Wanted

Ähnlich auch beim zweiten neuen Muppets-Film: Irgendwie ging ich davon aus, es handele sich sowieso nur um einen Aufguss des ersten Teils. Tatsächlich (und bei zugegebenermaßen geringen Erwartungen) unterhielt mich Teil 2 dann aber sehr gut.



3. Inside Llewyn Davis

Schon wieder so ein "Eigentlich"-Film: Eigentlich meide ich nämlich Filme der Coen-Brüder, da sie mich meistens so sehr deprimieren, dass der Filmgenuss es nicht aufwiegen kann. Inside Llewyn Davis ist in der Tat wieder einmal schwermütig, denn der nicht gerade sympathische Protagonist scheitert an seinem Traum, ein erfolgreicher Musiker zu sein. Dennoch ein guter Film, in dem sogar eine Katze vorkommt.



2. Gone Girl

So etwas gibt es selten: Eine Buchverfilmung, an der ich nicht das geringste auszusetzen hatte. Natürlich funktioniert der Thriller am besten, wenn man die zahlreichen Wendungen noch nicht kennt, aber es zeugt von der Qualität von Vorlage und Umsetzung, dass es auch ohne die Überraschungen (denn ich kannte das Buch bereits) ein toller Thriller ist.



1. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Dieses Jahr hat es Marvel bei mir also gleich zweimal in die Top 5 geschafft. An der Handlungslogik des zweiten Films mit James McAvoy und Michael Fassbender gab es einiges auszusetzen, aber dafür war es spannend. Ich liebe nun einmal die X-Men, beide Generationen der Schauspieler, und, als wäre es nicht schon genug gewesen, wurde für diese Ausgabe auch noch Peter Dinklage verpflichtet. 




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Singles 5. Pete Fj & Terry Bickers - Out Of Time 4. Hello Saferide - I Was Jesus 3. Elbow - My Sad Captains 2. H...

My Year In Lists (8)

Singles

5. Pete Fj & Terry Bickers - Out Of Time



4. Hello Saferide - I Was Jesus



3. Elbow - My Sad Captains



2. Hundreds - Our Past



1. Maxïmo Park - Leave This Island


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Fernsehserien Wieder einmal war es richtig schwierig, die vielen tollen Serien des Jahres in eine Top 5-Liste zu quetschen. Wir der Nachsc...

My Year In Lists (7)

Fernsehserien

Wieder einmal war es richtig schwierig, die vielen tollen Serien des Jahres in eine Top 5-Liste zu quetschen. Wir der Nachschub an tollen Produktionen wohl jemals wieder nachlassen?

5. Sherlock (3. Staffel)

Was hatte ich mich auf die dritte Staffel Sherlock gefreut! Die Abenteuer von Sherlock und Watson erschienen mir dann aber im dritten Aufguss etwas allzu humorbetont, um nicht zu sagen, es war alles ein wenig albern. Nichtsdestotrotz schafft es auch eine mäßige Sherlock-Staffel in meinen Jahrescharts locker auf Rang 5. Wann wohl endlich Nachschub kommt?



4. House of Cards (1. Staffel)

Bei House of Cards war im Grunde schon vor dem Ansehen der ersten Staffel klar, dass ich es super finden würde. Kevin Spacey als machievellistischer Strippenzieher in Washington, was könnte da noch schief gehen? Die zweite Staffel wartet schon auf der Festplatte und wurde nur wegen akutem Serienrückstau noch nicht angesehen.



3. The Walking Dead (Staffel 1 bis 5)

2014 war auch das Jahr, in dem ich mich endlich traute, die Zombieserie The Walking Dead anzusehen - wie man an der Staffelzahl sieht oft und gerne. In der Theorie hätte ich nie geglaubt, dass eine längere Fernsehserie über Zombies funktionieren könnte, aber ich lag falsch. Das "realistische" Bild vom Überlebenskampf in der Endzeit wird aber von Staffel zu Staffel immer noch grauenvoller und bemitleidenswerter.



2. Game of Thrones (Staffel 4)

Nun ist es so weit, die Bücher von George RR Martin sind beinahe aufgebraucht, dennoch wird es nächstes Jahr eine fünfte Staffel Game of Thrones geben, und die Serie soll auch über die Romanvorlagen hinaus fortgesetzt werden. Ob sie dann noch etwas kann, muss sich zeigen, Staffel 4 jedoch war wieder einmal eine grandiose Umsetzung der packenden Geschichte, bei der man nur bangen muss, ob sie jemals ein befriedigendes Ende finden wird.



1. The Leftovers (Staffel 1)

Über The Leftovers habe ich erst im November-Rückblick geschrieben. Mittlerweile kenne ich das Ende der ersten Staffel, das immerhin so befriedigend war, wie man es eben von einer höchst mysteriösen Serie erwarten kann.


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Bücher 2014 hat die Sache mit den Hörbüchern ein bisschen Überhand genommen, weshalb ich trotz immerhin 38 "gelesenen" Büchern e...

My Year In Lists (6)

Bücher

2014 hat die Sache mit den Hörbüchern ein bisschen Überhand genommen, weshalb ich trotz immerhin 38 "gelesenen" Büchern erstaunlich wenig Kandidaten für diese Kategorie hatte (ein bisschen liegt es sicher auch daran, dass ich für Morrisseys Autobiographie gefühlt acht Monate gebraucht habe) - wobei sich hier die ungelesenen Bände mehr und mehr stapeln, es wird also definitiv Zeit, wieder mehr selbst zu lesen!

5. Steven Bochco - Death by Hollywood

Vielleicht gefiel mir das Buch nur so gut, weil die nach dem Impulskauf gelesenen Rezensionen allesamt so vernichtend waren. Der Thriller, in dem echte Mordfälle für Drehbücher ausgeschlachtet werden, war wunderbar bösartig und auf jeden Fall lesenswert.



4. Wolfgang Kaes - Todfreunde

Ein nicht ganz neuer Krimi (von 2004) von einem ehemaligen Journalisten, in dem Presseangestellte auch eine wichtige Rolle spielen. Todfreunde ist eine sehr finstere Geschichte über sadistische Machtmenschen, und auch, wenn nicht alles glaubwürdig ist, bleibt es doch immer spannend und auch originell. Und plötzlich ist selbst Bonn ein gefährlicher und unheimlicher Ort.



3. Hilary Mantel - Bring Up The Bodies (deutsch: Falken)

Mit dem zweiten Band der Cromwell-Trilogie musste ich kämpfen, hier habe ich schon recht ausführlich darüber geschrieben. Aber toll sind die Bücher schon, ich denke, Band drei werde ich nach seinem Erscheinen auch lesen.



2. Kate Griffin - Stray Souls / The Glass God

Letztes Jahr hatte ich die großartigen Bücher über den Midnight Mayor, eine Art geheimen Wächter der Stadt London, in meinen Top 5 und war traurig, bereits alle gelesen zu haben. Dieses Jahr stellte ich fest, dass Kate Griffin mit Stray Souls und The Glass God zwei weitere Romane geschrieben hat, die im selben Universum spielen, allerdings mit einer anderen Hauptfigur. Die Schamanin Sharon Li ist aber ebenfalls sehr schön ausgedacht, außerdem kommt der Midnight Mayor ebenfalls vor. Für London-Fans, die auch nur irgendetwas mit Phantasiegeschichten anfangen können, nachdrücklich empfohlen.




1. Karen Jay Fowler - We Are All Completely Beside Ourselves

Auch ein Buch, das ich eher spontan wählte, als es in einem anderem Blog gelobt wurde. Es ist schwierig, darüber zu berichten, weil es die Art Geschichte ist, über die man vor dem Lesen am besten nicht allzu viel weiß. Nichtsdestotrotz kann man verraten, dass die Protagonistin Rosemary in ihrer Kindheit etwas Traumatisches erlebt hat und seitdem mit der Welt hadert. Ob ihre Schuldgefühle gerechtfertigt sind oder nicht, bleibt lange unklar, und die Geschichte ist nicht nur deshalb sehr mitreißend.


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Musikvideos Eine vergleichsweise einfache Kategorie für den Jahresrückblick, denn ich muss nur einen Blick auf die hier annähernd wöchentl...

My Year In Lists (5)

Musikvideos

Eine vergleichsweise einfache Kategorie für den Jahresrückblick, denn ich muss nur einen Blick auf die hier annähernd wöchentlich geposteten "Sendeschlüsse" werfen und meine Favoriten benennen. Wieder war viel Sehenswertes dabei. Die Originalbeiträge sind jeweils verlinkt!

5. The Notwist - Kong

Als Video ja eher naiv gestaltet, aber seit ich es kenne, läuft in meinem Kopf bei jedem größeren Regenschauer "Kong", und ich stelle mir vor, wie die ganze Umgebung davon schwimmt!


4. Garish - Ganz Paris

Ein Sieger in der Niedlichkeitskategorie - der Alltag eines kleinen Streunerhundes ist einfach zu putzig.


3. Pete Fij / Terry Bickers - Out Of Time

Ähnlich deprimierend, oder sagen wir besser einfach traurig, wie das Album "Broken Heart Surgery" kommt auch das Video zu "Out Of Time" daher. Einfach gemacht, aber sehr effektiv.


2. Woodkid - The Golden Age

Von "einfach gemacht" kann bei Woodkid selbstverständlich keine Rede sein, und das opulente, wie immer rätselhafte und nostalgische, Video ist einmal mehr höchst gelungen.


1. Marcus Wiebusch - Der Tag wird kommen

Von einfach über teuer zu Crowdfunding: Das Video zu Wiebuschs Wut-Single erzählt im Grunde nur die Geschichte des Songs, macht diesen aber trotzdem noch kraftvoller.


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Missgeschicke Zur sicherlich allgemeinen Enttäuschung (alle mal "ooooh!" sagen) bekomme ich für 2014 keine Schuh-Top 5 zusammen....

My Year In Lists (4)

Missgeschicke

Zur sicherlich allgemeinen Enttäuschung (alle mal "ooooh!" sagen) bekomme ich für 2014 keine Schuh-Top 5 zusammen. Dafür war ich letztes Jahr unglaublich vergesslich und tollpatschig, es folgen also meine Top 5 Missgeschicke 2014!

5. Zwei Regenschirme

Dass man einen Regenschirm gelegentlich irgendwo stehen lässt, halte ich für beinahe normal. Ich habe es dieses Jahr innerhalb von sechs Monaten allerdings geschafft, gleich zwei Regenschirme im Zug zu vergessen. Aktuell habe ich nun keinen mehr. Am besten kaufe ich mir gleich mehrere auf Vorrat.

4. Die Lieblingstasse

In meinem Haushalt gibt es einiges an Geschirr, manches sogar von teureren Marken wie Rosenthal, iittala oder Villeroy & Boch. Allerdings sind diese Sachen nicht nur teuer, sondern auch nachkaufbar - anders als zwei Matrioschka-Tassen, die ich einst als Ramschware im Schlussverkauf vor einem Frankfurter Möbelgeschäft entdeckte. Zwei? Nein, seit ein paar Wochen gibt es nur noch eine, die andere fiel mir beim Öffnen des Geschirrschranks heraus.



3. Der Bewerber

Im Frühjahr galt es in meiner Firma, eine neue Stelle zu besetzen, und ich führte Einstellungsgespräche. Am besagten Tag kamen mehrere Bewerber, und die Gespräche waren so geplant, dass zwei Kandidaten sich gleichzeitig in benachbarten Meetingräumen aufhielten und Gespräche mit verschiedenen Kollegen führen sollten. Verabschieden sollte ich allerdings sämtliche Bewerber - blöd nur, dass ich einen, nachdem ich mit ihm gesprochen hatte, sofort wieder vergaß. Er wartete nach seinem letzten Vorstellungsgespräch noch eine Weile geduldig, dann irrte er ratlos durchs Büro.

2. Das Versandhauspaket

Die meisten Dinge, die ich im Internet bestelle, lasse ich mir ins Büro liefern - ein Paket selbst von Frankfurt nach Montabaur zu transportieren ist immer noch einfacher, als es, wenn man den Paketdienst wieder einmal verpasst hat, am Samstag irgendwo abzuholen. Im Juli hatte ich mir eine recht große Auswahl von Sommersachen bestellt, mit dem Plan, nach dem Anprobieren etliches davon zurück zu schicken.

Allerdings war ich an dem Abend, an dem ich beschlossen hatte, das Paket mit nach Hause zu nehmen, ein wenig abgelenkt. Erst, als ich schon eine ganze Weile daheim war, fiel mir auf, dass ich mein Paket zwar mit in die Bahn genommen, aber niemals mit nach Hause getragen hatte. Es war also ohne mich weiter nach Köln gefahren!

Die Sache hatte noch ein bizarres Nachspiel, denn ich meldete den Verlust natürlich bei der Bahn, von der ich zwei Monate lang nichts hörte - was mich auch nicht sonderlich überraschte. Im Herbst kam dann aber ein Anruf von der Fundstelle im Kölner Hauptbahnhof, dass man mein Paket habe und ich es abholen solle. Das at ich auch, aber man konnte mir in Köln weder sagen, wo mein Paket in den letzten Monaten gewesen war - noch, was mit etwa einem Drittel des Inhalts passiert war, denn es war längst nicht mehr sämtliche bestellte Kleidung vorhanden.

1. Das neue iPhone

Mein altes iPhone 3GS hat die eine oder andere Schramme, aber es hatte in seinem ganzen, fünfjährigen Nutzungs"leben" keinen einzigen reparaturbedüftigen Schaden. Nicht so mein zwei Monate altes iPhone 6, das ich im Dezember eigentlich nur schnell in die Manteltasche schieben wollte - diese aber verfehlte, so dass das Telefon aus Hüfthöhe auf einen Betonboden knallte.

Ich war zu deprimiert, um den Displayschaden zu fotografieren, aber es sei gesagt, dass das Telefon ungefähr so aussah, als hätte ich versucht, mit dem Auto darüber zu fahren. Im Apple Store ging man, als ich das Telefon dort zur Reparatur abgeben wollte, davon aus, das Gerät sei komplett tot, und ich musste erst demonstrieren, dass mein Telefon auch mit zerbröseltem Display noch tapfer funktionierte. Das Display war so stark beschädigt, dass man auf einen Tausch verzichtete und mir (glücklicherweise zum Reparaturpreis) gleich ein neues Gerät mitgab.


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Alben 5. Elbow - The Take Off And Landing Of Everything 4. Hallo Saferide - The Fox, The Hunter And Hello Saferide 3. Hundreds...

My Year In Lists (3)

Alben


5. Elbow - The Take Off And Landing Of Everything



4. Hallo Saferide - The Fox, The Hunter And Hello Saferide


3. Hundreds - Aftermath



2. Pete Fij and Terry Bickers - Broken Heart Surgery



1. Spaceman Spiff - Endlich Nichts



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Hörbücher 2014 habe ich weiterhin viele, viele Hörbücher genossen, sogar erstmalig mehr als "echte" Bücher. Seit Mitte des Jahre...

My Year In Lists (2)

Hörbücher

2014 habe ich weiterhin viele, viele Hörbücher genossen, sogar erstmalig mehr als "echte" Bücher. Seit Mitte des Jahres nutze ich amazons Hörbuchservice Audible, der sich insbesondere als Bezugsquelle für englischsprachige Hörbücher bewährt hat. Außerdem erspart man sich damit das mühsame Einlesen von CDs in iTunes.

5. Kerstin Gier: Silber: Das erste Buch der Träume (gelesen von Simona Pahl)

Was genau mir an Silber (den zweiten Band kenne ich auch schon) so gut gefällt, kann ich schwer erklären, denn es handelt sich doch recht offensichtlich um Teenie-Romane. Die Idee von Jugendlichen, die sich gegenseitig in ihren Träumen besuchen können, ist aber einfach wunderbar. Ich habe es zwischenzeitlich mit den anderen Jugend- und Erwachsenenbüchern von Frau Gier versucht, aber mir gefallen tatsächlich ausschließlich diese Bücher.



4. Caitlin Moran: How To Build A Girl (gelesen von Louise Brealey)

Hier schrieb ich in einem "Monatsbericht" bereits über diesen Roman, der mich wegen seiner allzu großen "Realitätsnähe" zunächst enttäuschte und dann doch in seinen Bann zog. Insbesondere die Stellen, in denen es um die Fehlschläge und Unsicherheiten der Protagonistin geht, sind einfach wunderbar und berührend.



3. Stieg Larsson: Millennium-Trilogie (gelesen von Dietmar Bär)

Natürlich kannte ich bereits die schwedischen Filme zu den Romanen, auch die Verfilmung des ersten Bandes von David Fincher habe ich gesehen. Dennoch war ich selbst überrascht, wie gut mir selbst bei Kenntnis des Inhalts die Hörbücher zu Larssons unvollendeter Romanreihe gefallen haben. Gegenüber Larsson können die anderen skandinavischen Krimischreiber einfach einpacken.



2. Robert Galbraith: The Cuckoo's Calling (gelesen von Robert Glanister)

Robert Galbraith ist in Wirklichkeit JK Rowling, und The Cuckoo's Calling ist am besten für Fans klassischer Krimis geeignet. Das bin ich aber glücklicherweise und war sowohl über die liebevoll charakterisierten Figuren als auch über die überraschende Auflösung und nicht zuletzt die überzeugende akustische Umsetzung begeistert.



1. Stephen King: 11/22/63 (gelesen von Craig Wasson)

Ich kenne nicht gerade viele Bücher von Stephen King, aber seine Zeitreisegeschichte über die Ermordung Kennedys, die in der Hörbuchfassung über 30 Stunden dauert, hat mich so gepackt, dass ich mich wohl 2015 intensiver mit den Werken des des Vielschreibers befassen muss. King liefert ein glaubwürdiges Bild der amerikanischen 50er und 60er Jahre, realistische und interessante Figuren und er schafft es sogar, am Ende die Fäden seiner teils phantastischen, teils realistischen Geschichte überzeugend zusammen zu führen.



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