Schon länger ist mir bekannt, dass es neben einer Fülle von Fleischersatzprodukten auch solche gibt, die versuchen, Fisch nachzuahmen. Bisla...

Fleisches (beziehungsweise Fisch-)lust: Fischstäbchen

Schon länger ist mir bekannt, dass es neben einer Fülle von Fleischersatzprodukten auch solche gibt, die versuchen, Fisch nachzuahmen. Bislang war aber meine Lust nicht sonderlich groß, so etwas auszuprobieren. Seien wir ehrlich, ein vegetarischer Chicken Nugget schmeckt hauptsächlich nach Panade, dazu kommt der mehr oder weniger geschmacksneutrale Inhalt. Das deckt sich zufällig ziemlich exakt mit dem Geschmackserlebnis beim Verzehr echter Chicken Nuggets, aber Fisch schmeckt eben nach Fisch, und das lässt sich wohl kaum imitieren.


Mein Verdacht war also, dass, ob Fleisch- oder Fischimitat, die vegetarische Nachahmung in etwa gleich schmecken müsste. Nichtsdestotrotz siegte dann irgendwann die Neugier und ich nahm im Supermakt die "Vischstäbchen" von Vegafit mit.

Da ich wie gesagt keine große Hoffnung bezüglich der Fischähnlichkeit hatte, gab ich mir mit der Begleitung nicht allzuviel Mühe. Zu echten Fischstäbchen hätte ich Kartoffelsalat und Remoulade serviert, aber wozu die Mühe? Tatsächlich bereitete ich parallel sogar noch Alnatura-Bratwürstchen zu, in der Meinung, dass die Ergebnisse schon zusammen passen würden.

Ich lag falsch: Ich weiß nicht, wie Vegafit es geschafft hat, aber die Vischstäbchen schmecken tatsächlich irgendwie fischig. Im Zutatenregister sind unter anderem Gewürzgurken und Algen enthalten, vielleicht sorgen sie für den Geschmack?


In jedem Fall sind die Vischstäbchen mühelos von vegetarischen Nuggets zu unterscheiden und hätten durchaus ein bisschen Remoulade als Begleitung verdient. In der Konsistenz sind sie ein bisschen fester als echte Fischstäbchen. Leider stellte sich beim Testen heraus, dass mein Mitesser Fischstäbchen gar nicht sonderlich mag und eigentlich nur wegen der im Fisch enthaltenen Omega-Fettsäuren herunter zwingt. Da ist ihm natürlich mit einem ähnlich schmeckenden Produkt ohne Omega-Öl eher wenig geholfen. Für mich selbst würde ich das Produkt aber noch einmal kaufen.

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Argumente, die dafür sprechen, "Da ist ein Licht" von Locas in Love für den dieswöchigen Sendeschluss auszuwählen: Dieser Bl...

Sendeschluss: Locas In Love - Da ist ein Licht


Argumente, die dafür sprechen, "Da ist ein Licht" von Locas in Love für den dieswöchigen Sendeschluss auszuwählen:

  • Dieser Blog mag die Muppets, und Locas in Love tun das offenbar auch.
  • Zusätzlich zum putzigen Puppenvideo gibt es noch ein längeres (hier), das zeigt, wie der Band-Manager durch die Langsamkeit der Band bei ihren Aufnahmen gezwungen wurde, die Puppen erst zu nähen und dann einzusetzen.
  • "Da ist ein Licht" nimmt textlich Bezug auf "There is a Light that never goes out" der Smiths, und Morrissey ist hier, trotz seiner Autobiographie, ebenfalls sehr beliebt
  • Einen Sendeschluss mit der Band aus Köln, deren Doppelalbum "Use Your Illusion 3 & 4" soeben erschienen ist, gab es noch nie.
Schön, dann wäre das ja geklärt!

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Was denkt Morrissey wohl darüber, dass ein Deutscher seine Texte übersetzt und zur Ukulele vorträgt, auf seinem Albumcover posiert wie das O...

Tulpen statt Gladiolen: Perrecy im Regensburger W1

Was denkt Morrissey wohl darüber, dass ein Deutscher seine Texte übersetzt und zur Ukulele vorträgt, auf seinem Albumcover posiert wie das Original auf "You Are The Quarry" und bei Auftritten einen Tulpenstrauß in der Gesäßtasche trägt? Man weiß es nicht, wahrscheinlich gar nichts - zumindest hat er anscheinend auf die Bitte, Perrecys Coverversionen offiziell gutzuheißen, nie reagiert.


Perrecys Album "Du bist das Opfer" ist 2013 erschienen, am Freitag gab es in Regensburg - bereits zum zweiten Mal - Titel daraus live zu hören. Im Vorfeld war ich gespannt. Beim Album muss ich gestehen, es doch in allererster Linie als Gag empfunden zu haben. Klar, viele Übertragungen sind sprachlich witzig und gelungen, aber will man wirklich über längere Zeit Perrecy hören, wenn man sich genauso gut Morrissey selbst auflegen kann? Englische Bücher lese ich ja auch lieber im Original!

Hätte ich mir die Vorstellung des Albums bei Platten vor Gericht besser gemerkt, hätte ich noch gewusst, dass zur Perrecy-Band auch Mitglieder von Slut gehören: auf Platte zwei, am Freitag nur eines. Neben dem Sänger standen auch (Slut-) Schlagzeuger René Arbeithuber (No Joyze) , Sebastian Hantzsche (Co Marr) an der Ukulele und Daniel Kizilirmak (Andy Tourke) am Bass auf der Bühne. Es ist übrigens ganz erstaunlich, wie riesig so ein normaler Bass plötzlich wirkt, wenn er ausschließlich von Ukulelen umgeben ist ...


Das Set, zu dem im Hintergrund Schwarzweiß-Tanzvideos aus dern 60ern gezeigt wurden, begann mit "Panik" und "Velourskopf", zwei Liedern, die auch auf dem Album enthalten sind, doch folgte anschließend mit "Langfinger Dieser Welt Vereint Euch" zumindest eine Live-Premiere. Andere Songs, die noch kommen sollten, kannte ich von der Doppel-CD noch nicht, etwa die Version von "Last Of The Famous International Playboys" oder das extra als Gastgeschenk für die Veranstalter mitgebrachte "The Headmaster Ritual".

Viele Lieder, ob bereits bekannt oder nicht, hatten eine spezielle Motivation: So wurde "Bavarian Front Disco" als Übung gespielt, weil man es am nächsten Tag in Dresden quasi aus aktuellem Anlass besonders gut spielen wollte. "Manche Frauen sind dicker als andere" wurde einer gewissen Deb gewidmet, "Alles Schlechte zum Geburtstag" allen Anwesenden, die am Freitag den 13. (an dem auch dieses Konzert stattfand) geboren waren. "Haarschneider auf Flamme" hat es anscheinend in eine SZ-Liste der besten zehn Lieder über München geschafft.


Bei der ausliegenden Setliste hatte Perrecy sich viel Mühe gegeben, möglichst intransparent zu arbeiten, so dass man häufig selbst, wenn man einen Blick darauf erhaschte, erst ein Rätsel-Wortspiel lösen musste. Beispiel gefällig? Morrisseys Original: "First of the gang to die", Perrecy-Version: "Der erste der Jungs der starb", Setliste: "Hecktür". So wunderte es auch nicht, dass der Bassist bei einem bereits angekündigten Song vorab nachhaken musste, was denn nun käme.

Mit vielen Zwischenansagen und einem gewissen Leidensdruck für den Bassisten (er forderte eine Änderung der Setliste an zukünftigen Abenden, weil es sich anscheinend an den vielen Bass-lastigen Liedern die Finger wund spielte) schritt der Konzertabend schnell voran, bis er mit den vergleichsweise alten Nummern "Dieser charmante Mann" und "Preussisch Blut, Bayerisch Herz" zunächst endete, aber natürlich ließ man sich noch für zwei Zugabelieder, nämlich "Bitte, Bitte, Bitte, lass mich kriegen was ich will" und "Das ist ein Licht das niemals erlischt" zurück auf die Bühne bitten. Ein weiterer auf der Setliste vermerkter Song blieb allerdings ungespielt, mit insgesamt 22 vorgetragenen Songs hatten Perrecy und Band sich allerdings ihr Eintrittsgeld mehr als verdient.


Aber wie war der Cover-Abend nun? Erstaunlich gut. Perrecy wirkt weit authentischer, als ich das erwartet hatte. Natürlich hilft es bei der Live-Darbietung, dass die Smiths- und Morrissey-Titel, die er vorträgt, von Anfang an brilliant waren, und ebenso, dass die Musiker allesamt ihr Handwerk sehr gut verstehen. Aber das Gesamterlebnis war viel mehr ein echtes Konzert eines engagierten Künstlers als ein Comedy-Event mit Morrissey-Kopie und funktionierte folglich viel länger als das bei einem Witz-Auftritt der Fall wäre.



Setliste (Originaltitel in Klammern):

Panik (Panic)
Velourskopf (Suedehead)
Langfinger dieser Welt vereint euch (Shoplifters of the World) (Premiere)
Noch kränklich (Still ill)
Der Alltag ist wie Sonntag (Everyday Is Like Sunday)
Alles Schlechte zum Geburtstag (I've Come To Wish You An Unhappy Birthday)
Frag? (Ask)
Manche Frauen sind dicker als andere (Some Girls Are Bigger Than Others)
"P'boy" (Last Of The Famous International Playboys)
Der erste der Jungs der starb (First of the gang to die)
Stopp mich wenn du glaubst dass du dieses Ding schon kennst (Stop Me If You Think That You've Heard This One Before)
"Rektal" (The Headmaster Ritual)
Alles was ihr braucht bin ich (All You Need Is Me)
November schuf ein Untier (November Spawned A Monster)
Bavarian Front Disco (National Front Disco)
Hübscher Teufel (Handsome Devil)
Meine Freundin liegt im Koma (Girlfriend In A Coma)
Haarschneider auf Flamme (Hairdresser On Fire)
Dieser charmante Mann (This Charming Man)
Preussisch Blut, Bayerisch Herz (Irish Blood English Heart)

Bitte, Bitte, Bitte, Lass Mich Kriegen Was Ich Will (Please Please Let Me Get What I Want)
Das ist ein Licht das niemals erlischt (There Is A Light That Never Goes Out)

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Ich bin aktuell auf Reisen, und mein Freund hat mir als Proviant fürsorglich drei mögliche Sendeschlusskandidaten mitgegeben. Ins Rennen ...

Sendeschluss: Death Cab For Cutie - Black Sun


Ich bin aktuell auf Reisen, und mein Freund hat mir als Proviant fürsorglich drei mögliche Sendeschlusskandidaten mitgegeben. Ins Rennen gingen Florence And The Machine mit ihrem neuen Video "How Big How Blue How Beautiful", Dagobert mit "Zehn Jahre" und Death Cab For Cutie mit "Black Sun".

Als ich vorhin die Kandidaten unter die Lupe nahm, dachte ich eigentlich, dass Florence And The Machine der sichere Sieger sein würden. Diese Band hatte ich eher unter "doof" abgelegt, bevor ich sie 2012 beim Hurricane überraschend mitreißend fand, seitdem mag ich auch die Musik viel lieber und bin an neuen Veröffentlichungen interessiert. Aber dieses Video ... erst wird theatralisch herumgetanzt, und als man denkt, jetzt könnte mal der Song anfangen, ist alles vorbei. Also lieber kein Sendeschluss mit diesem Song.

Bei Dagobert hatte ich ehrlich gesagt vergessen, wer das ist, als dunkle Erinnerungen schwebten mir "Schlager" und "Schweiz" durchs Gehirn. Das Video, dessen innovativer Aspekt die Darstellung des Bildausschnitts im Hochformat ist, konnte ich mir wegen der Musik leider nicht zu Ende ansehen, da kann ich mir auch gleich alte Folgen der ZDF Hitparade ansehen.

Zum Glück hat mein Freund meinem Picknickkorb noch einen dritten Kandidat beigelegt. Im neuen Video der Band um Ben Gibbard wird wieder und wieder ein Autounfall gedreht. Die zum Trio geschrumpfte Band wird ihre neues Album "Kintsugi", das im März erscheint, übrigens unter anderem beim Hurricane und Southside Festival vorstellen.

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Unglaublich, nach schlappen zwei Jahren und drei Monaten Pause gab es hier mal wieder selbst gemachtes Eis! Der Umzug aufs Land hat mit...

Eisblog (12): Karamell und Pistazie

Unglaublich, nach schlappen zwei Jahren und drei Monaten Pause gab es hier mal wieder selbst gemachtes Eis!


Der Umzug aufs Land hat mit sich gebracht, dass wir nun zu zweit eine Kühl-Gefrier-Kombination benutzen, was eine Halbierung des vorherigen Kühlschrankplatzes pro Person mit sich zog. Dass es in Deutschland wahrscheinlich zahlreiche Familien gibt, die dieselbe Kühlschrankgröße problemlos zu viert benutzen, ist mir bewusst. Fest steht aber, dass es im Zweierhaushalt schwieriger geworden ist, im Gefrierabteil Platz für den Teil der Eismaschine zu finden, den man vor dem Eismachen einfrieren muss, denn dieses Ding ist ganz schön sperrig.

Letzte Woche ist das Kunststück nun endlich gelungen, also wurde Eis produziert. Wie immer sollte es zwei Sorten geben, und ich entschied mich beim Einkaufen für einen Klassiker und eine Neukreation.


In der Klassik-Abteilung entschied ich mich für Pistazie - in vollem Bewusstsein, dass es diese Sorte hier auf dem Blog bereits gab. Um zumindest ein wenig Abwechslung zu schaffen, suchte ich ein anderes Rezept aus als beim letzten Mal. Das erste Pistazieneis war nach einem Rezept entstanden, bei dem man die Eismischung erst erhitzt und dann nach dem Abkühlen in die Eismaschine gibt. Das neue Eis erforderte diesen Zwischenschritt nicht (Rezept).

Bei der Zubereitung erwiese es sich als schwierig, ein recht große Menge Zucker in einem einzigen Eigelb aufzulösen, und so gut hat es dann auch nicht geklappt. Ansonsten ließ sich das Eis problemlos herstellen und war auch ohne Farbstoff schön grün.


Nachdem mich im Supermarkt ein Glas mit Karamellaufstrich angelacht hatte, beschloss ich, als neue Eiskreation ein Karamelleis zu versuchen. Basis war einmal mehr das Grundrezept aus dem kleinen Ben & Jerry-Eisbuch, das hier schon öfter erwähnt wurde, sie bestand also hauptsächlich aus Sahne, Milch und Zucker. Dazu kam dann einfach ein halbes Glas des Karamellaufstrichs. Nachdem es ja immer schön ist, wenn im Eis auch Stückchen enthalten sind, fügten wir, während die Eismaschine lief, noch Raspelschokolade und zerbrochene Hobbits-Kekse hinzu.


Beim Probieren passierte etwas Seltsames, denn mein Freund, der ein noch größerer Pistazieneisfan als ich ist, lehnte unser neues Produkt komplett ab, da es in seinen Augen säuerlich schmeckte. Ich konnte davon nichts bemerken und muss die ganze Tupperdose Pistazieneis nun allein bewältigen. Es gibt schlimmere Schicksale.


Das Karamelleis mögen wir dagegen beide sehr gerne, es erinnert ein wenig an die Sorte "Dulce de Leche" von Häagen Dazs. Würde ich das Eis noch einmal zubereiten, würde ich mehr Keksstückchen und größere (am besten auch hochwertigere) Schokoladenstückchen wählen. Aber auch in der vorliegenden Version ist die Eissorte gut gelungen.

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Heute geht es in einem weiteren gnadenlosen Vergleichstest wieder einmal um fleischlose "Wurst aufs Brot" Lösungen. In der ei...

Fleischeslust: "Ohne" und Rügenwalder im Veggie-Wurst-Vergleich

Heute geht es in einem weiteren gnadenlosen Vergleichstest wieder einmal um fleischlose "Wurst aufs Brot" Lösungen.


In der einen Ecke haben wir eine Marke, die wohl jeder kennt, und zwar nicht wegen ihrer vegetarischen Produktauswahl: Rügenwalder. Seit meinem eigenen Schritt ins Vegetarierdasein erfüllte mich die alberne Fernsehwerbung, in der entweder die drei Musketiere irgendwas mit Würsten machen oder aber Jörg Pilawa Kinder mit Fertigfrikadellen füttert stets mit Unbehagen. Dennoch muss man der Firma anrechnen, dass sie über den eigenen (Wurst-) Tellerrand hinaus schaut: Ihr Geschäftsführer Christian Rauffus unterstützt überraschenderweise Vorschläge zu einem Veggie-Day in Kantinen und entwickelt angesichts des in Deutschland schrumpfenden Wurstmarktes vegetarische Alternativen - was doch allemal sympathischer ist, als sich eben neue Absatzmärkte im Ausland zu suchen.

Aktuell hat Rügenwalder den vegetarischen Schinkenspicker in verschiedenen Variationen im Angebot, seit dem 9. Februar müsste es auch Pilawas Frikadellenbecher in einer Soja-Variante geben. Die Schinkenspicker sind nicht vegan, sondern ersetzen das Fleischeiweiß durch Ei (und zwar durch Freiland- aber nicht Bioeier). Laut einem Welt-Artikel (hier) wird aber zusätzlich auch mit veganen Wurstsorten experimentiert.

Wenden wir unseren Blick nun auf den Gegner, die "Ohne" von der vielleicht etwas weniger bekannten Marke Landhof. Der österreichische Lebensmittelkonzern Vivatis, zu dem Landhof gehört, verkauft genau wie Rügenwalder in erster Linie Fleisch und Wurst. Beim Angebot von Fleischalternativen dürften also sehr ähnliche Überlegungen im Hintergrund gestanden haben wie bei der deutschen Konkurrenz. Im deutschen Supermarkt habe ich "Ohne" bislang in den Sorten "Feine", "Pikant" und "Chili" gesehen, in Österreich gibt es anscheinend zusätzlich auch Streich"wurst" und Leberkäse.

Sieht man sich die Inhaltsstoffe an, zeigt sich, dass auch "Ohne" das Fleisch durch andere tierische Zutaten ersetzt, in diesem Fall Milcheiweiß und ebenfalls Hühnereiweiß. Diese Wurstprodukte enthalten zusätzlich unter anderem Geschmacksverstärker (E 621).


Kommen wir zum Geschmacksvergleich. Beide Produkte lassen sich ohne Probleme mit echter Wurst verwechseln, gerade der Schinkenspicker (im Bild oben) riecht so "wurstig" dass es schon beinahe unheimlich ist. Die Rügenwalder-Scheiben sind ziemlich dick geraten, während "Ohne" hauchfeine Scheiben aufweist, die man je nach Präferenz auch doppelt legen kann. Beide Sorten schmecken durchaus lecker und eben wie Wurst. Während bei mir der Schinkenspicker leicht vorne liegt, bevorzugt mein Mittester die "Ohne".

Als Wermutstropfen bleibt, dass beide Produkte nicht vegan sind - gut, so ernähre ich mich auch nicht, aber bei den Zutaten Milch und Ei kann ich mir kaum vorstellen, dass sie aus sonderlich tiergerechter Haltung stammen. Hinzu kommt, dass Hobelz bereits bewiesen hat, dass man auch ganz ohne Milch und Ei eine überaus schmackhafte "Wurst" zaubern kann.

Nichtsdestotrotz sind sowohl die vegetarische Schinkenspicker als auch die "Ohne"-Produkte schmackhafte Wurstalternativen aus dem Supermarkt.


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Über das kanadische Quartett Dralms gibt es noch nicht allzu viel zu sagen, denn bei "Crushed Pleats" handelt es sich um ihre D...

Sendeschluss: Dralms - Crushed Pleats


Über das kanadische Quartett Dralms gibt es noch nicht allzu viel zu sagen, denn bei "Crushed Pleats" handelt es sich um ihre Debütsingle (na gut, eigentlich ist es eine EP). Der Sound geht in Richtung Ambient, das psychedelische Video erinnert mit seinen unheimlichen Verwandlungen je nach persönlichem Erfahrungsspektrum an einen seltsamen Traum oder an Drogenphantasien.

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Gelesen Bei Ben Aaronovich liegt der Fall noch nicht ganz so schlimm wie bei George RR Martin, dennoch könnten die Fortsetzungen seine...

Gelesen, gesehen, gekauft: Januar 2015

Gelesen



Bei Ben Aaronovich liegt der Fall noch nicht ganz so schlimm wie bei George RR Martin, dennoch könnten die Fortsetzungen seiner Buchreihe um den Londoner Polizisten und Zauberlehrling Peter Grant aus meiner Sicht ruhig etwas häufiger erscheinen.

In Teil 5 der Reihe, Foxglove Summer, verschlägt es Peter aufs Land nahe der englisch-walisischen Grenze, wo zwei kleine Mädchen verschwunden sind - wobei zunächst nicht klar ist, ob bei der Sache überhaupt Magie im Spiel ist.

Wie in den vorangegangenen Teilen macht es großen Spaß, in Peters Kopf zu sein, und der realistische Detailreichtum, mit dem die Polizeiarbeit geschildert wird, bietet einen angenehmen Kontrast zu den magischen Komponenten. Hinzu kommen der Humor und Sarkasmus der Hauptfigur.

Einige der angerissenen Geschichten aus den früheren Teilen werden fortgeführt, so erfährt man mehr über die Erlebnisse der Magier im Zweiten Weltkrieg, und auch Beverly Brook kehrt in Peters Leben zurück. Allerdings gehen andere Aspekte der Rahmenhandlung unglaublich zäh voran, was sicherlich an den weiteren geplanten Fortsetzungen liegt. Dieser Aspekt und die Tatsache, dass Foxglove Summer, ähnlich wie der voran gegangene Teil Broken Homes allzu abrupt endet (als hätte der Autor es fünf Minuten vor dem Abgabetermin noch irgendwie vollenden müssen), trüben den Endeindruck ein wenig.

Gesehen



Gesehen habe ich so einiges im Januar, etwa größere Teile des Dschungelcamps (Ja ja, ich schäme mich ja schon), den Film Bad Neigbors (trotz guter Kritiken für mich zu College-humorig) oder auch Sophia Coppolas Bling Ring (leider auch nicht gut).

Erzählen möchte ich stattdessen von Steven Soderberghs Serie The Knick. Clive Owen verkörpert einen kokainabhängigen Chirurgen im New York des beginnenden 20. Jahrhunderts. Seine Figur ist ein außergewöhnlich guter und ambitionierter Arzt, aber an die Möglichkeiten und Methoden seines Zeitalters gebunden, in der man die meisten Operationstechniken erst testet und in dem Elektrizität und das Röntgen innovative Technologien darstellen, während Antibiotika oder Blutkonserven noch Zukunftsmusik sind.


Zunächst hatte ich Vorbehalte gegen eine weitere Retro-Serie, "Downton Abbey im Krankenhaus" wollte ich eigentlich nicht gerne sehen. Soderbergh schafft es aber, die Probleme der Charaktere und auch die ihrer Zeit nachvollziehbar zu machen.

Hinzu kommt ein gewisser Bildungseffekt, denn ich habe schon etliche Handelungselemente aus der Serie kopfschüttelnd im Internet nachgelesen, immer in der Meinung, dass DAS aber nun wirklich fiktiv sein muss. Bislang war ich damit erfolglos.

Gekauft


Der Januar war kein großer Shoppingmonat, immerhin habe ich mir aber neuen Arbeitsspeicher für mein mittlerweile recht langsames MacBook geleistet. Der Einbau wäre auch so kinderleicht gewesen, wie alle im Internet behaupten, wenn ich es denn geschafft hätte, alle Schrauben auf der Unterseite des Laptop-Gehäuses zu lösen. Leider hing eine fest und hat durch etliche Lösungsversuche nun auch kein Gewinde mehr. Der Speicher ließ sich letztlich dann auch mit einer verbleibenden Schraube tauschen - ob ich mir auch eine schnellere Festplatte leiste, muss ich mir nun aber noch gut überlegen.

Es gibt aber auch femininere - und fototauglichere - Einkäufe, denn ich habe mir im Januar auch zwei neue Nagellacke gekauft, nämlich OPIs "So Elegant" und "Comet in the Sky". Sie stammen aus der Gwen Stefani-Weihnachtskollektion, was man ihnen glücklicherweise nicht anmerkt. Beide sind außerdem sogenannte "Glitter Topper", was bedeutet, das man sie auf einen beliebigen Farblack aufträgt und damit dann recht unterschiedliche Effekte erzielen kann.

Nachdem ich beim Lackieren selten Ergebnisse erziele, die foto-tauglich wären, verweise ich für Trage-Beispiele auf die Google-Bildsuche ...

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Tim Burgess scheint eine Vorliebe für unmögliche Frisuren zu haben, insbesondere für den Topfschnitt, mit dem er bereits in den 90ern be...

Sendeschluss: The Charlatans - Come Home Baby



Tim Burgess scheint eine Vorliebe für unmögliche Frisuren zu haben, insbesondere für den Topfschnitt, mit dem er bereits in den 90ern bekannt wurde. Was ihn nun dazu treibt, dieses Frisurkunstwerk nun auch noch zu blondieren, bleibt ein Geheimnis und fällt wohl unter den schönen Begriff "Verschlimmbesserung".

Die Single "Come Home Baby" vom neuen Album "Modern Nature" klingt extrem nach den frühen Charlatans, gefällt mir aber trotzdem - oder gerade deshalb - sehr gut.


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