Manchmal verbringe ich meine Mittagspausen in Bockenheim, und schon öfter dachte ich mir beim Vorbeigehen an der Focacceria Vivace, dass ...

Frankfurt Vegetarisch (18): Vivace


Manchmal verbringe ich meine Mittagspausen in Bockenheim, und schon öfter dachte ich mir beim Vorbeigehen an der Focacceria Vivace, dass ich diese dringend einmal ausprobieren sollte. Letzte Woche entschied ich mich dann spontan, genau das zu tun.

Focaccia kannte ich eigentlich als ein flaches, belegtes, überbackenes Brot - ähnlich zu Pizza, aber mit dickerem Boden und meistens kalt. Im Vivace sind die Brote, die man in der Theke sehen und auswählen kann, allerdings größtenteils "doppelt", auf dem Belag befindet sich also eine zweite Schicht Brot. Neben Focaccia werden übrigens auch zahlreiche Nudelgerichte und Salate angeboten, außerdem gibt es zahlreiche "Menüs", in denen man etwa eine Portion Nudeln mit Vorspeisensalat oder Focaccia mit Getränk angeboten bekommt. Es gibt viele vegetarische und auch einige als vegan gekennzeichnete Gerichte.


Ich entschied mich für eine Focaccia mit Süßkartoffeln und Ziegenkäse. Mittags von 12 bis 14 Uhr kosten alle Focaccias 6,90 Euro, ich überließ mich aber zu einem Menü überreden, das neben dem Brot auch noch eine große, hausgemachte Limonade (es gibt mehrere Sorten) und einen Kaffee nach Wahl enthielt. Im Vivace bestellt und bezahlt man an der Theke, die Speisen und Getränke werden anschließend an den Platz gebracht.

Meine bestellte Kombination aus Brot, Süßkartoffeln und Ziegenkäse erwies sich als erfreulich lecker - man kommt ja von sich aus nicht unbedingt darauf, ein Brot mit Kartoffeln zu belegen. Die dazu bestellte Ingwerlimonade schmeckte ebenfalls sehr gut und der Service muss war sehr freundlich. Nachdem die angebotenen Pastagerichte teils auch sehr interessant klangen, muss ich demnächst vielleicht einmal zurückkehren, und eines probieren.

Vivace befindet sich an der Gräfstraße 89.

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Seit ich nicht mehr in Frankfurt wohne, aber dort täglich arbeite, hängen meine Abendaktivitäten in der Mainmetropole stark vom Zugfahrplan ...

Neulich im Billig-Hotel

Seit ich nicht mehr in Frankfurt wohne, aber dort täglich arbeite, hängen meine Abendaktivitäten in der Mainmetropole stark vom Zugfahrplan ab: Mein vorletzter Zug Richtung Heimat geht um kurz nach 10, der letzte um kurz nach 11, danach ist Schicht im Schacht. Häufig reicht das auch völlig aus, aber manchmal möchte man beim Ausgehen nicht auf die Zeit achten müssen - und nicht ganz selten findet auch ein Bahnstreik statt, der den Fahrplan komplett durcheinander wirft.


Aus diesen Gründen habe ich mir schon gelegentlich ein Hotelzimmer in Frankfurt geleistet, und wenn man nicht gerade zur Messe-Hochzeit bucht, gibt es auch durchaus ein Angebot an bezahlbaren Übernachtungsmöglichkeiten, die vom Standard her absolut akzeptabel sind.Vor einer Weile entdeckte ich aber, dass es nun einen absoluten Preisbrecher aus dem Markt gibt, denn im neuen easyHotel kostet eine Übernachtung in der günstigsten Zimmerkategorie nur 35 Euro.

Prompt ergab es sich letzte Woche wieder, dass die Bahn streikte und ich mich nicht darauf verlassen konnte, nach einem schon länger geplanten Abendtermin noch nach Hause zu kommen. Also buchte ich mich eben in das Billighotel ein und war gespannt, was mich erwarten würde.

Schon im Buchungsprozess zeigte sich die auch im Logo erkennbare Verwandtschaft zur Fluggesellschaft easyJet, denn bei easyHotel kostet praktisch alles extra: Für WLAN, Fernseher, Fön, selbst die Zimmerreinigung während des Aufenthalts und sogar das Bezahlen selbst fallen Gebühren an. Ein Frühstück wird gar nicht erst angeboten. Da ich nur einen Schlafplatz für eine einzelne Nacht benötigte, brauchte ich keinerlei Extras, nur um die Bezahlgebühr kam ich natürlich nicht herum.


Als ich dann am Übernachtungstag im Hotel ankam, lief beim Check-In alles völlig normal. Mein Zimmer im 4. Stock erwies sich als winzig, enthielt aber alles, was man braucht: Direkt ans Fenster war ein für eine Einzelperson großzügig bemessenes Bett gequetscht, unmittelbar am Fußende begann die Duschkabine und dahinter befand sich ein winziger Waschbereich mit Waschbecken und Toilette. Einen Schrank gab es nicht, lediglich eine Garderobe mit zwei fest installierten Bügeln, und auch keine Sitzgelegenheit. Nicht einmal ein Regal war vorhanden.

Auch im durchaus zweckmäßigen Bad fiel sofort der Mangel an Ablagemöglichkeiten auf - meinen Kulturbeutel konnte ich aufhängen, aber selbst die Aufbewahrung meiner Zahnbürste am Waschbeckenrand erwies sich als Balanceakt. Auch die Duschkabine enthielt zwar eine fest angebrachte Flasche mit Duschgel, aber keinerlei Möglichkeit, das eigene Shampoo an einem anderen Platz als dem Boden abzustellen.

All das beschleunigt die Zimmerreinigung sicher ungemein, und bei einer einzelnen Übernachtung kommt man problemlos auch so zurecht. Würde man sich hier aber für eine ganze Woche einmieten, ginge einem die Unmöglichkeit, zumindest Teile seines Koffers auszupacken, sicher auf die Nerven.


Mein Aufenthalt im easyHotel wies noch ein (kostenloses!) Extra-Feature auf, denn nachdem ich erst gegen halb 2 todmüde ins Bett gefallen war, wurde ich bereits eine Stunde später wieder unsanft von einem unglaublich lauten Feueralarm geweckt. Ich warf mir schnell eine Jacke über den Schlafanzug und zog Schuhe an, dann trottete ich mit vielen anderen verschlafenen Gästen in den Eingangsbereich, wo nach kurzer Zeit mehrere Löschzüge vorfuhren. Die Kontrolle des Gebäudes durch die Feuerwehrleute erfolgte dann relativ flott, so dass ich nach ca. 20 Minuten schon wieder die Treppe zu meinem Zimmer herauf gehen konnte.

Dennoch würde ich jederzeit wieder in Erwägung ziehen, dort zu übernachten. Es ist ja eigentlich durchaus beruhigend, wenn der Feueralarm funktioniert.

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Was für ein in vielerlei Hinsicht seltsames Video! Da wären zunächst die zum vorletzten Sendeschluss passenden Unterwäscheszenen, dies...

Sendeschluss: Sia - Fire Meet Gasoline



Was für ein in vielerlei Hinsicht seltsames Video!

Da wären zunächst die zum vorletzten Sendeschluss passenden Unterwäscheszenen, dieses Mal mit Heidi Klum als weibliche Hälfte eines verliebten Pärchens. Dann hätten wir noch den männlichen Hauptdarsteller Pedro Pascal, den Game of Thrones Fans noch bestens als Oberyn Martell kennen. Soeben hat die fünfte Staffel begonnen, aber Oberyn ist aktuell nicht mehr dabei.


Regelrecht skurril erscheint, dass Heidi offenbar dem Videodreh nur unter der Bedingung zustimmte, ihr Wäschelabel "Heidi Klum Intimates" in Szene setzen zu dürfen, denn in einer Liebesszene sieht man völlig unmotiviert und sehr groß das Wäscheetikett. Laut Google wurde die Marke auch bereits in der aktuellen Staffel von Germany's Next Topmodel in Szene gesetzt.

Und zuletzt ist da noch die Geschichte des Videos selbst, in der es von großer Liebe zum Haus niederbrennen nur wenige Minuten dauert.

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Sizarr sollte ich eigentlich einmal bei einem Maifeld Derby live sehen, bei dem ihr Auftritt buchstäblich ins Wasser fiel. Im Jahr darauf...

Sendeschluss: Sizarr - Baggage Man


Sizarr sollte ich eigentlich einmal bei einem Maifeld Derby live sehen, bei dem ihr Auftritt buchstäblich ins Wasser fiel. Im Jahr darauf hatten sie dann mehr Glück, und zwischenzeitlich sah ich sie auch im Frankfurter Zoom (Top-Merchandiseartikel: Wein).

Nun ist das zweite Album der Band, "Nurture" erschienen, und lässt erkennen, dass die drei Herren aus Landau ihren Stil verändern können. Auch der Erfolg nimmt zu, so dass ein kürzliches Konzert im Kölner Gebäude 9 zu meiner Überraschung ausverkauft war. Macht aber nichts, denn fürs bevorstehende Maifeld Derby wurde die Band wieder bestätigt (und ich auch).

Auch das aktuelle Video zu Baggage Man, laut Pressemeldung in "modernster 3D-Scan-Technik" produziert, macht etwas her und wirkt schön gruselig.

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Die erste Reise, die mein Freund und ich je zusammen unternommen haben, war vor etlichen Jahren ein gemeinsames Wochenende in Hamburg. ...

Neulich im Miniatur Wunderland


Die erste Reise, die mein Freund und ich je zusammen unternommen haben, war vor etlichen Jahren ein gemeinsames Wochenende in Hamburg. Damals sahen wir Werbung für die Modelleisenbahn-Ausstellung "Miniatur Wunderland", und er wollte gerne hingehen. Ich nicht. Ich fühlte mich weder jung noch alt genug, um mir eine Ausstellung über MODELLEISENBAHNEN anzusehen. Eigentlich konnte ich mir kaum etwas weniger Interessantes vorstellen.



Das Thema "Wie ich damals nicht ins Miniatur Wunderland durfte", wurde dann in den kommenden Jahren zu einem scherzhaften Dauerbrenner zwischen uns. Hinzu kam, dass man gelegentlich Fernsehberichte über die Anlage sehen konnte und mir nach und nach klar wurde, dass diese wohl auch für Nicht-Modelleisenbahnliebhaber interessant sein könnte.


Lange Rede kurzer Sinn: Letztes Jahr schenkte ich meinem Freund zum Geburtstag einen gemeinsamen Besuch im Miniatur Wunderland. Dieser hat letztes Jahr über Allerheiligen auch stattgefunden, und ich muss zugeben: Hier wurde mit viel Detailliebe etwas geschaffen, das wohl sämtliche Altersstufen anspricht.



Tatsächlich reichten uns die eineinhalb Stunden, die das Museum selbst für einen Besuch veranschlagt, nicht aus, um alle Abschnitte mit derselben Aufmerksamkeit zu betrachten. Der erste und größte Bereich, die Schweiz, forderte allein schon einiges an Zeit, um alle Szenarien wie ein Musikfestival, das Matterhorn oder die Schokoladenfabrik mit der gebührenden Aufmerksamkeit zu betrachten.



Eine besondere Freude in allen Abschnitten sind die zahlreichen Detailszenen, bei denen man sich des öfteren fragen kann, ob sie von anderen Besuchern überhaupt bemerkt wurden, etwa der Fund einer Wasserleiche, der Großeinkauf eines Scheichs, eine am Bahnsteig wartende Pinguinfamilie oder eine Leiche, die wieder zum Leben erwacht. Manches scheint auch passend zur aktuellen Zeit umgestaltet zu werden, denn bei unserem Besuch Ende Oktober waren verdächtig viele Kürbisse zu sehen, und auch der Sensenmann war an mehreren Stellen vertreten.



Auf die Schweiz folgt ein kurzer Abschnitt Bayern (mit Neuschwanstein, einem Volksfest und seltsamerweise einem großen Gewerbegebiet) und dann das fiktive Knuffingen, für das ein kompletter Flughafen gebaut wurde. Egal, ob man ins Terminalgebäude oder ins Parkhaus sieht: Alles, was man auch aus der Ferne erkennen kann, sieht aus, als wäre es real. Davon abgesehen starten und landen an diesem Flughafen auch ständig Flugzeuge!



Das wiederum recht kleine Österreich hat Skifahrer und eine Seilbahn zu bieten, in Mitteldeutschland kann man nachts ein Ufo betrachten. Nachts? Ja, im Miniatur Wunderland wird es alle paar Minuten hell beziehungsweise dunkel. Je nachdem, was man sich gerade ansieht, führt das zu tollen Effekten, etwa, wenn man die Lichter einer nun nächtlichen Stadt betrachtet, aber manchmal hindert der häufige Wechsel auch daran, etwas genauer zu betrachten, weil es gerade in der Dunkelheit verschwindet.



Für Hamburg-Touristen und Hamburg-Patrioten ist die Miniaturdarstellung dieser Stadt natürlich von besonderem Interesse, und so kann man sich die Imtech-Arena (mit einem Derby zwischen FC St. Pauli und HSV), die Landungsbrücken und sowie die hier bereits vollendete Elbharmonie in klein ansehen. Auch das Museum selbst ist hier als Miniaturversion zu finden.



Eigentlich gäbe es noch mehr zu erzählen, denn es gibt auch noch ein kleines Las Vegas und auch die skandinavischen Länder, letztere mit Schiffen in echtem Wasser und viel Schnee sowie Pippi Langstrumpf - aber letztlich ist es wahrscheinlich nicht sonderlich interessant, darüber zu lesen. Also sei nur noch gesagt: Das Miniatur Wunderland ist keine doofe Modelleisenbahn-Ausstellung, sondern eine kleine Welt, in der sicherlich alle Besucher Interessantes, Unterhaltsames und Erstaunliches entdecken können.

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Vorletztes Wochenende sah ich bekanntlich Morrissey live. Nun hat er ein neues Video veröffentlicht, und zwar zu "Kiss me A Lot&quo...

Sendeschluss: Morrissey - Kiss Me A Lot


Vorletztes Wochenende sah ich bekanntlich Morrissey live. Nun hat er ein neues Video veröffentlicht, und zwar zu "Kiss me A Lot". Wenn man es sich ansieht, werden einige Fragen aufgeworfen: Warum spielt zwar die Band, was eine Live-Performance suggerieren soll, gleichzeitig hat Moz selbst aber kein Mikrophon? Natürlich, das hätte ihn ein wenig verdeckt, aber nachdem er offensichtlich nicht so recht weiß, was er mit seinen Händen tun soll, wäre es vielleicht doch besser gewesen, ihm ein Placebo zu geben.

Wichtiger ist aber die Frage, was die dazwischen geschnittenen, Lippenstift-beschmierten Unterwäschefrauen sollen, die so gar nicht zu Morrissey, wie wir ihn kennen, passen. Tatsächlich gibt es auf Youtube ein Fanvideo, das diese Szenen durch Katzen, Blumen und James Dean ersetzt, was einerseits besser mit Erwartungen bezüglich Morrissey harmoniert ... andererseits ist ihm natürlich selbst überlassen, wie er seine Videos macht, und wer will schon immer seinem eigenen Klischee entsprechen?



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Nachdem ich erst kürzlich damit begonnen hatte, mich in das Thema "koranische Küche" einzuarbeiten, überraschte mich, dass ich let...

Frankfurt Vegetarisch (17): Korea-Special - Teil 2 - Yuyumi

Nachdem ich erst kürzlich damit begonnen hatte, mich in das Thema "koranische Küche" einzuarbeiten, überraschte mich, dass ich letzte Woche im Vorbeigehen gleich einen weiteren koreanischen Imbiss entdeckte, noch dazu einen brandneuen.


Laut Journal Frankfurt ist das neue Lokal das erste einer geplanten Kette, was auch erklärt, dass Yuyumi einen ausgesprochen durchgeplanten und stylischen Eindruck macht - so gar nicht, als hätte hier jemand mit seinem gesamten Geld ein Lokal eröffnet und habe an kleinen Details zunächst sparen müssen. Die Einrichtung wirkt sehr angenehm modern, und an den Wänden zeigen Flachbildschirme professionelle Fotos der angebotenen Gerichte. Allein das Logo wirkt schon, als habe man noch größeres vor.

Auch bei Yuyumi bestellt man, wie bei Seoulfood, sein Essen an der Theke und bezahlt sofort. Dann erhält man aber  als hätte man bei Vapiano eine Pizza bestellt, einen Pager und kann sich an seinen Platz begeben, bis man durch Blinken und Brummen des Geräts zurück an die Theke beordert wird, wo nun das Essen auf einem Tablett wartet.


Yuyumi ist nicht auf Bibimbap (siehe letzter Korea-Beitrag, hier entlang) spezialisiert, es gibt eine große Auswahl fleischhaltiger und vegetarischer Gerichte, meist auf Reis- oder Nudelbasis, und zusätzlich bekommt man abends noch koreanisches Barbeque.

Ich entschied mich, schon aus Vergleichsgründen, dennoch für Bibimbap, das es hier in der Variante mit und ohne Steintopf (9,50 Euro beziehungsweise 7,50 Euro) sowie mit Fleisch oder Tofu gibt - die Preise beziehen sich auf die Tofu-Variante - weitere Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich Reissorte oder Sauce werden nicht angeboten. Ich nahm die Version ohne Steintopf mit Tofu und musste nur kurz warten, denn das Lokal war gegen Ende der Mittagszeit sehr leer.

Ich bekam meine Reisschüssel mit der Anweisung ausgehändigt, ich solle mich selbst mit Chilisauce bedienen und alles gut durchmischen, was ich auch tat. Bei Yuyumi war der Tofu nicht frittiert, sondern bestand aus den rohen weißen Würfeln, die beim Unterrühren beinahe verschwanden. Hinsichtlich der Chilisauce war ich mir unsicher, wie sie zu dosieren war, aber sie erwies sich als nicht sonderlich scharf. Gratisbeilagen, wie ich sie bei Seoulfood bekommen hatte, erhielt ich nicht.


Mein Essen an sich schmeckte gut, aber ich bereute meine Entscheidung gegen den heißen Steintopf (der ja auch bei Yuyumi mehr kostet). Mein Essen war nämlich eher lauwarm als heiß, so dass ein Nacherhitzen auf dem heißen Stein ausgesprochen attraktiv klang. Abgesehen von der Temperatur schmeckte das Essen sehr ähnlich wie das bei Seoulfood.

Bei einem weiteren Besuch war das Lokal zur Mittagszeit rammelvoll. Dieses Mal bestellte ich Triyaki-Nudeln mit Tofu (wiederum 7,50 Euro). Bei diesem Besuch war mein Essen vorbildlich heiß und schmeckte sehr gut. Die Sache mit dem Pager ergab im vollen Lokal auch sehr viel mehr Sinn, denn so mussten nicht vom Personal die fertigen Bestellungen durch die Gegend gebrüllt werden, wie ich es von anderswo kenne.

Rein vom Ambiente her bietet sich Yuyumi eher dafür an, mit Freunden oder auch in einer Gruppe essen zu gehen, weil es einfach viel mehr Platz gibt und das Lokal so schön gestaltet wurde. Auch hierher werde ich sicherlich zurückkehren, um auch die anderen angebotenen Gerichte zu testen. Bibimbap esse ich aber weiterhin lieber bei Seoulfood.

Yuyumi ist auf der Düsseldorfer Straße 15-17.




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Gelesen Mit Müh und Ach habe ich im März ein Buch fertig bekommen, zum Glück war es ein Gutes. In 1913: Der Sommer des Jahrhunderts ...

Gelesen, gesehen, gekauft: März 2015

Gelesen



Mit Müh und Ach habe ich im März ein Buch fertig bekommen, zum Glück war es ein Gutes. In 1913: Der Sommer des Jahrhunderts (das ich als Hörbuch konsumiert habe) präsentiert Florian Illies eine Art Promi-Revue am Vorabend des Ersten Weltkriegs: Rilke, Freud, Hitler, Kafka, Kokoschka, Marck, Oberst Redl, Picasso, Stalin, alle sind sie dabei, und häufig kreuzen sich sogar ihre Wege. Viele erzählte Kuriositäten, etwa Kafkas abratender Heiratsantrag an Felice Bauer, die ungesunde Liebesgeschichte zwischen Kokoschka und Alma Mahler oder eine komplett erfolglose Auktion von Künstlern, deren Werke heute Millionen wert sind, laden dazu ein, nachzulesen, ob das alles wirklich so passiert sein kann.

Gesehen


Vor einigen Tagen endete die sechste Staffel von The Walking Dead, und dank Sky konnte ich das Finale sehr zeitnah sehen. Die Serie schafft es nach wie vor, ein "realistisches" Bild von Ereignissen und menschlichem Verhalten während einer Zombie-Apokalypse zu zeigen. Ein persönliches Highlight dieser Staffel war für mich die Idee, die Hauptfiguren quasi ins Paradies zu versetzen (ein sicherer Ort mit Menschen, die ihnen nicht schaden wollen und mehr Komfort, als sie seit Jahren hatten), in dem sie sich ganz und gar nicht zurecht finden, weil ihre eigene Realität mittlerweile einfach anders aussieht. Ich las irgendwo, dass die Macher noch Ideen für mindestens drei Staffeln haben, außerdem kommt demnächst eine Spin-Off-Serie ... die Zukunftsaussichten für apokalyptisches Fernsehen sind gut.


Und für die Macher von Revolution: So in etwa würden Menschen Jahre nach dem Zusammenbruch der Zivilisation wahrscheinlich aussehen, und nicht wie bei Euch ...

Gekauft


In letzter Zeit lese ich öfters den Blog von Caroline Hirons, in dem sie neben vielen sehr teuren Kosmetika auch immer wieder Produkte des Body Shop empfiehlt. Dadurch angeregt habe ich mir die von ihr sehr gelobte Bouncy Sleeping Mask gekauft. Die Maske enthält angeblich Edelweiß-Stammzellen (?) und wird vor dem Schlafengehen im Idealfall über einem Serum aufgetragen. Die Haut ist damit dann quasi eingeschweißt und kann die Inhaltsstoffe von Maske und Serum in Ruhe über Nacht aufnehmen.

Zu 100 Prozent hat mich das Produkt, das stolze 26 Euro kostet, noch nicht überzeugt. Die Maske ist auf der Haut zwar nicht feucht (denn wie soll man mit Matsch im Gesicht schlafen, ohne seine Bettwäsche komplett zu ruinieren?), hinterlässt aber ein ziemlich klebriges Gefühl. Normalerweise wasche ich mein Gesicht morgens nur mit ein bisschen Wasser, denke aber, dass die Maske mehr erfordert - was durch die austrocknende Wirkung der Reinigung den feuchtigkeitsspendenen Effekt der Maske dann schon fast ausgleicht. Aber ich habe ja auch die trockenste Haut der Welt!


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Zwei Anmerkungen: Erstens : Nie hätte ich erwartet, dass von den Bands und Musikern, die es heute gibt, so unheimlich viele seit meine...

Sendeschluss: Blur - Lonesome Street



Zwei Anmerkungen:

Erstens: Nie hätte ich erwartet, dass von den Bands und Musikern, die es heute gibt, so unheimlich viele seit meiner Jugend aktiv sind. Für den Sendeschluss sah ich soeben Videos von Smashing Pumpkins und Martin Gore, letzte Woche war ich bei Morrissey und vorher bei Noel Gallagher, im Sommer sehe ich Ride ... die Liste geht immer weiter. Und enthält nun eben auch Blur.

Zweitens: Bin nur ich das oder wird es zunehmend schwieriger, Musikvideos zu finden, die auch tatsächlich problemlos laufen? Von den üblichen Youtube-Ländereinschränkungen abgesehen scheinen mir mittlerweile auch Videos auf Muzu und Vevo des öfteren einfach nicht zu funktionieren.

Kommen wir auch kurz zum Video. Blur hatten offenbar weder Zeit noch Lust, darin zu erscheinen, stattdessen sehen wir einen (japanischen?) Mann erst allein und dann mit weiblicher Unterstützung zum neuen Lied tanzen. Das neue Album "The Magic Whip" erscheint am 24. April.



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Ist schon jemand aufgefallen, dass ich letztes Jahr viermal über Wohnzimmerkonzerte bei mir Zuhause bloggte und zu diesem Thema seitdem ...

Wohngemeinschaft statt Wohnzimmer: The Bronze Medal in der Kölner Wohngemeinschaft


Ist schon jemand aufgefallen, dass ich letztes Jahr viermal über Wohnzimmerkonzerte bei mir Zuhause bloggte und zu diesem Thema seitdem Schweigen herrscht? Nun, zum einen sind wir tatsächlich ziemlich wählerisch hinsichtlich der Frage, wer in unser Wohnzimmer darf, zweitens gestaltet sich das Booking, wenn wir es denn einmal versuchen, mittlerweile nicht mehr ganz so unkompliziert, wie wir es bislang gewöhnt waren.

Ein Beispiel in diesem Kontext sind The Bronze Medal, eine recht junge Band aus Großbritannien, die mir mein Freund vor einigen Monaten als potenzielle Wohnzimmerkandidaten ans Herz legte. Die Musik erinnerte uns beide stark an The National, aber nicht als doofe Kopie, sondern als Musik in einem Stil, den wir kannten und mochten. Zunächst schluckte ich dennoch, denn die Band ist ein Quintett. Abgesehen von der Frage, wie man eine richtige Band in unserem Wohnzimmer positionieren und dann im Optimalfall noch Publikum unterbringen sollte, wo würden die fünf denn nur schlafen? Aber anfragen konnte man ja, und der Booker reagierte sogar recht interessiert.


Im Tourplan war allerdings nicht mehr der von uns angefragte Lückentermin zwischen Darmstadt und Münster sondern nur noch die Ostertage frei, weshalb wir eine Schnellumfrage beim potenziellen Publikum bezüglich Osterplänen starteten, letztlich zusagten... und dann doch eine Absage erhielten, weil man ein Engagement für mehrere Abende gefunden hatte. Professionelle Wohnzimmerkonzertanbieter haben uns den Termin weggeschnappt. Skandal!

Nachdem der Plan, die Band im eigenen Zuhause zu sehen, also gescheitert war, reisten wir am Gründonnerstag stattdessen nach Köln, wo die Wohngemeinschaft mit ihrer wohnzimmerartigen Bühne (auf der wir bereits Pelle Carlberg und die Jordan Klassen-Weihnachtstour gesehen hatten) zumindest eine ähnlich private Atmosphäre versprach. Überraschenderweise - die Band schien uns doch sehr unbekannt zu sein - hatten sich im Lokal zahlreiche Mit-Interessenten eingefunden, die von der Menge her unser Wohnzimmer sicherlich gesprengt hätten. Das Konzert war ausverkauft. Besonders interessant war ein junger Mann, der vor dem Konzert durchgehend via Videochat auf seinem Handy mit seiner Freundin sprach und dann selbiges am Mischpult positionierte, damit sie auch das komplette Konzert verfolgen konnte. Ob man für so etwas doppelten Eintritt zahlen sollte?


Voll wurde es auch auf der Bühne, als die jungen Männer von The Bronze Medal, die sogar zu sechst unterwegs waren, eintraten. Mit all ihren Instrumenten (Schlagzeug, mehrere Keyboards, Gitarren, Bass und diverser Kleinkram wie eine Melodika) konnten sie sich nur recht vorsichtig bewegen, sonst wäre etwas umgefallen. Los ging es mit "Room and Wine" vom Debütalbum "Darlings". Auf Platte hatte ich nicht verstanden, dass The Bronze Medal zwei Sänger hat, wobei Chris Hillier in deutlich mehr Liedern zu Wort kommt als Robin Southwell.

Bei einem Lied wurde das Publikum gebeten, eine kurze Passage einzuüben und dann mitzusingen, was dann recht leise erfolgte. Gelobt wurden wir dennoch und sogar gebeten, zu erwägen, am nächsten Abend auch das Konzert in Zürich zu besuchen. An diesem Tag war die Band aus Berlin angereist, was offenbar mit Stauproblemen einher gegangen war, denn man erklärte, man sei noch vor einer Stunde im Bus gewesen. Das erklärte auch den nicht gerade als pünktlich zu bezeichnenden Konzertbeginn, denn zur Einlasszeit hatte die Band erst mit dem Soundcheck begonnen.


Chris legte außerdem Wert auf die Feststellung, er sei nicht traurig - das hatte ihm wohl eine Merchandise-Stand-Besucherin vor einigen Tagen unterstellt. Er sei aber bloß krank. Die Bandkollegen hätten ihm aber als Reaktion auf die Anmerkung der Dame in seinem Gitarrenkoffer und an etlichen anderen Orten kleine Zettel mit der Aufschrift "Don't be sad!" hinterlassen - einen von ihnen bekamen wir sogar gezeigt.

Nachdem keine sichtbare Setliste auslag, versuchte ich, die Songs anhand von mitgeschriebenen Textzeilen festzuhalten. Im allgemeinen klappt das ganz gut - hinterher hört man sich das Album noch einmal an und ermittelt die Songtitel, insbesondere bei einer Band mit nur einem Album sollte das kein großes Problem darstellen. Sollte, denn irgendwie scheinen The Bronze Medal einige neue Lieder gespielt zu haben - oder aber, ich habe einfach Texte verstanden, die so nicht gesungen wurden?* Nach den ersten zwei Liedern folgte die erste Single "Milk", nach der die beiden Sänger abwechselnd versuchten, das deutsche Wort "Milch" korrekt auszusprechen. Einer hatte sogar den ganzen Satz "Milch macht deine Zähne stärker" (eine übersetzte Zeile des Refrains) gelernt. Sehr schnell und überraschend kam die Ansage, dass der nächste Song schon der letzte sei.


Wer dachte, dass die Band nach nur 8 gespielten Songs aufgrund des lauten Applauses noch einmal auf die Bühne kommen würde, der hatte sich getäuscht. Lediglich Chris trug allein zur Gitarre als Zugabe noch "Upward Over The Mountain" von Iron and Wine zu hören, wobei er sich Robin dennoch als Verstärkung mitgebracht hatte.

Insgesamt ein schönes Konzert einer vielversprechenden Band, an dem es nur zu bemängeln gibt, dass es (möglicherweise wegen der verspäteten Ankunft) so kurz war. Mein Freund hätte auch gerne die beiden rockigeren Titel vom Album, "Tunnel" und "Walls" gehört, diese wurden aber vermutlich wegen der ruhigen Atmosphäre nicht gespielt. Vielleicht wurden sie ja auch nur für einen zukünftigen Termin in unserem Wohnzimmer aufgespart...


Setliste:

Room and Wine
High Fever
Milk
Easy
Largo
From The Stairs
No Hospitals
Darlings

Upward Over The Mountain

* Die Band hat mir die fehlenden Songtitel mittlerweile freundlicherweise mitgeteilt.

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Bis vor Kurzem wusste ich über die koreanische Küche gar nichts, außer, dass darin fermentiertes Gemüse (Kimchi) vertreten ist. Folglich war...

Frankfurt Vegetarisch (16): Korea-Special - Teil 1 - Seoulfood

Bis vor Kurzem wusste ich über die koreanische Küche gar nichts, außer, dass darin fermentiertes Gemüse (Kimchi) vertreten ist. Folglich war ich recht gespannt, als ich es endlich einmal schaffte, in der Mittagspause im Bahnhofsviertel den Imbiss Seoulfood aufzusuchen. In dem winzigen Lokal dreht sich das Angebot hauptsächlich um das Eintopfgericht Bibimbap. Hierbei handelt es sich um eine Speise aus Reis, verschiedenen Gemüsesorten, meistens Ei und Fleisch oder Tofu. Der Gast bekommt alles unvermischt und dazu separat eine Sauce, seine erste Aufgabe vor dem Essen besteht also darin, alle Zutaten zu verrühren (Bibimbap heißt übersetzt "Reis umrühren").


Bei Seoulfood sind die Auswahlmöglichkeiten bezüglich des Bibimbap ausgesprochen zahlreich, so dass bei der Bestellung diverse Entscheidungen zu treffen sind: Welche Sorte Reis (normal, gebraten, Gerstenreis oder schwarzen) möchte ich? Welche Sorte Fleisch oder Fisch, oder doch Tofu? Möchte ich mein Essen in einer normalen Schale oder - gegen Aufpreis - in einem heißem Steintopf (Dolsot Bimbap), bei dem die Mahlzeit während des Essens weiter erhitzt wird? Und welche der sieben Saucen darf es sein?

Bei meinem ersten Besuch im Lokal entschied ich mich für ein Bibimbap in einer regulären Schale, mit gebratenem Reis, Tofu und Sesamsauce. Man bestellt an der Theke und bezahlt sofort, das Essen bekommt man, wenn man im Lokal isst, dann an den Platz gebracht. Alternativ könnte man es auch mitnehmen, und es gibt auch einen Lieferservice. Da ich mittags gekommen war, erhielt ich zu meiner Bestellung ohne Aufpreis noch eine kleine Beilage (einige eingelegte Rettichscheiben) und eine Suppe mit Eierstreifen.


Mein Bibimbap kostete 8 Euro, was ich mit den Gratisbeilagen für einen angemessenen Preis hielt. Da ich mich noch nicht auskannte, vermischte und aß ich es mit Stäbchen - mittlerweile habe ich gelernt, dass die Stäbchen nur für die Beilagen gedacht sind und man sein Reisgericht einfach mit einem Löffel mischen und essen darf.

Mein Essen wirkte ausgesprochen frisch und appetitlich. Die Tofustücke waren in einem Backteig frittiert, das Gemüse sah toll aus. Auch geschmacklich wusste es zu überzeugen und harmonierte sehr gut mit der Sesamsauce. Auch der Rettich schmeckte mir gut, und das Komplettgericht machte ich sehr satt, ohne dabei allzu kalorienreich zu wirken.

Seit meinem Erstbesuch habe ich Seoulfood ein weiteres Mal aufgesucht und probierte ein Dolsot Bimbap im Steintopf (der Aufpreis für die Schale betrug in meinen Augen etwas übertriebene 1,50 Euro) aus. Dazu bot man mir ein rohes Ei an, was ich ablehnte - und später bereute, denn der Steintopf ist so anhaltend heiß, dass das Ei allein durch das Umrühren gegart worden wäre. Dieses Mal hatte ich mich für schwarzen Reis (sieht etwas unheimlich aus), wieder Tofu und eine Chilisauce (Ssamjang) entschieden. Das Essen aus dem Steintopf erwies sich als etwas stressig, weil meine Mahlzeit keinerlei Anstalten machte, ein wenig abzukühlen, so dass dauerhaft jeder Bissen etwas zu heiß war. Geschmacklich war aber wieder alles prima.


Wenn man unbedingt etwas zu meckern sucht, muss man anmerken, dass Seoulfood ein unglaublich kleines Lokal ist - mehr als zwölf Gäste passen wohl kaum hinein, und mit mehr als einer anderen Person würde ich auch nicht unbedingt hingehen, weil die Tische sehr klein sind. Es handelt sich also definitiv eher um einen Imbiss als um ein Restaurant. Nichtsdestotrotz scheint man sich viel Mühe mit dem Essen zu geben, das Personal ist sehr aufmerksam und das ganze Unternehmen sympathisch. Und da ich noch lange nicht alle Bibimbap-Saucen probiert habe und es darüber hinaus auch andere Gerichte gibt, werde ich auch noch einige Male zurückkehren müssen.

Seoulfood ist in der Weserstraße 17.



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