Herr Eisen Bernard Bernardo wohnt auf den Philippinen und hat offenbar ein ausgeprägtes Interesse an sowohl Musik als auch Design. Nachdem i...

Plattencover vs. Büroklammern

Herr Eisen Bernard Bernardo wohnt auf den Philippinen und hat offenbar ein ausgeprägtes Interesse an sowohl Musik als auch Design. Nachdem ich hier neulich bereits seine in Gemälde integrierten Plattencover zeigte, präsentiere ich heute seine Idee, bekannte Plattencover mit Büroklammern nachzustellen. Die komplette Auswahl kann man hier bestaunen. 

Nun geht es ans muntere Raten, wobei ich nur Alben gewählt habe, bei denen es aus meiner Sicht recht einfach gehen sollte. Ansonsten stehen die Lösungen ganz unten.









  1. The Strokes - Is This It
  2. Coldplay - X & Y
  3. Iron & Wine - Our Endless Numbered Days
  4. Blur - Best Of
  5. Radiohead - Hail To The Thief
  6. Joy Division - Unknown Pleasures
  7. Arctic Monkeys - AM

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Nachdem ich hier erst kürzlich Plattencover zeigte, die zu Buchtiteln mutiert waren, stolperte ich nun über die Collagen von Eisen Bernard B...

Plattencover vs. Ölgemälde

Nachdem ich hier erst kürzlich Plattencover zeigte, die zu Buchtiteln mutiert waren, stolperte ich nun über die Collagen von Eisen Bernard Bernardo, der Plattencover so in mehr oder weniger berühmte Gemälde einpasst, dass es im Idealfall so aussieht, als hätten beide schon immer zusammengehört.

Die Gesamtauswahl der so gestalteten Bilder kann man bei Instagram betrachten, hier zeige ich eine Auswahl von denen, die mir am besten gefallen.






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Die letzte Londonreise, die ich gemeinsam mit meinem Freund unternahm, fand eigentlich statt, weil wir zu einem Wiedervereinigungskonzert...

Sendeschluss: James - Nothing But Love


Die letzte Londonreise, die ich gemeinsam mit meinem Freund unternahm, fand eigentlich statt, weil wir zu einem Wiedervereinigungskonzert der Shoegaze-Band Slowdive gehen wolten. Obwohl wir nur dreimal übernachteten, schaffte es mein Freund letztlich, uns für jeden dieser Abende ein Konzert zu organisieren (zusätzlich zu Slowdive sahen wir auch The Cure sowie David Devant and his Spirit Wife).

Im Mai fahren wir wiederum für drei Übernachtungen in die britische Hauptstadt, dieses Mal um die wiedervereinte Indie-Band Lush zu sehen. Und es überrascht wohl niemand außer mir, dass es meinem Freund ein weiteres Mal gelungen ist, uns für alle drei Abende Konzert-technisch zu verplanen. Dieses Mal sehen wir zusätzlich noch James und die Bluetones, also dieses Mal wieder ausschließlich Bands unserer Jugend.

Bezüglich James bin ich ziemlich gespannt, denn ich habe diese Band noch nie live gesehen und mag sie eigentlich ziemlich gerne. Nur muss ich mich wohl in die Veröffentlichungen seit den 90er Jahren einarbeiten, sonst warte ich das ganze Konzert lang nur vergeblich auf "Sit Down". HIer ist zumindest die neue Single der Band, die kenne ich also schon einmal.

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Vor schlappen drei Jahren berichtete ich hier einmal über ein Kunstprojekt, bei dem berühmte Musikalben als Buchcover gestaltet wurden. Akt...

Judge A Book By Its Cover (2)

Vor schlappen drei Jahren berichtete ich hier einmal über ein Kunstprojekt, bei dem berühmte Musikalben als Buchcover gestaltet wurden. Aktuell ist ein ähnlicher Spaß höchst beliebt.


The Charlatans haben anlässlich des World Book Days am 3. März ihre gesammelten Plattencover als Buchtitel unterschiedlicher Genres präsentiert. Die komplette Auswahl gibt es hier beim NME zu sehen.

BBC Radio 6 rief dann via Twitter unter dem Hashtag #AlbumsAsBookCovers dazu auf, eigene "Bücher" zu designen und viele, viele machten mit.



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Mein Freund und ich sind weder sonderlich berühmte noch sonderlich eifrige Wohnzimmerkonzertveranstalter, letztes Jahr brachten wir es ...

Neulich beim siebten Streich: Missincat in Montabaur


Mein Freund und ich sind weder sonderlich berühmte noch sonderlich eifrige Wohnzimmerkonzertveranstalter, letztes Jahr brachten wir es auf ganze zwei Termine. Dennoch kommt gelegentlich, wenn auch sehr selten, vor, dass eine Band oder ein Künstler von sich aus anfragt, ob wir an einem Wohnzimmerauftritt ihrerseits interessiert wären. Unsere Antwort war bislang immer negativ: Da uns die Konzerte Kosten und Mühen machen, laden wir nur Künstler ein, die wir selbst wirklich sehr gerne sehe möchten (in unseren Absagen formulieren wir das natürlich etwas freundlicher).


Unser Konzert mit Missincat stellte insofern eine Premiere dar. Zwar hatte die italienische Künstlerin nicht selbst angefragt, aber ihr Management hatte mit uns Kontakt aufgenommen, nachdem wir eigentlich angefragt hatten, ob die Band Hundreds mit ihren akustischen Set erwägen würde, bei uns vorbei zu schauen. Die Antwort: Hundreds würden so etwas nicht machen, ihre aktuelle Vorband Missincat aber vielleicht schon. Wir hörten uns deren Musik an und dachten uns erstmalig: Klingt doch super, Missincat darf gerne bei uns vorbei kommen.

Ein bisschen dauerte es dann noch, bis tatsächlich eine Tournee zustande kam. Der ursprünglich anvisierte Novembertermin fand nicht statt, da sich die mehrköpfige Tourbesetzung als nicht Wohnzimmer-geeignet erwies. Aber für den folgenden März stand unser Wohnzimmer dann als einziges Konzert solcher Art in einem Tourplan fest, der ansonsten eher traditionellere Auftrittsorte berücksichtigt.


Im Zuge eines Versuches, auch uns nicht persönlich bekannte Konzertinteressenten anzulocken, benachrichtigten wir dieses Mal auch eine Veranstaltungswebsite unseres Wohnortes, so dass sich auch tatsächlich einige Unbekannte anmeldeten, hinzu kamen auch ein paar Gäste, die über das Management von Missincat Kontakt aufgenommen hatten. Tatsächlich lief unser „Vorverkauf“ irgendwann so gut, dass wir schon damit rechneten, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz würden bekommen können.

Der Konzerttag war dann gewohnt hektisch. Wegen der großen Zahl angekündigter Gäste hatte ich beschlossen, mehr Essen  vorzubereiten als sonst, und obwohl ich mich bei Konzertabenden auf Rezepte beschränke, die wenig Mühe machen (was dazu führt, dass so gut wie alle Speisen Blätterteig enthalten), dauerte es, bis alles fertig war. Außerdem galt es, das Haus zu putzen, Schlafzimmer für die Musiker vorzubereiten, Stühle zu tragen, Getränke zu kühlen, die PA-Anlage aufzustellen und und und...


A propos die Anlage: Diese bereitete uns und den Musikern, die nach ihrer Ankunft in einem Tetris-artig vollgepackten, alten VW Golf erst einmal ihre Instrumente anschlossen und den Sound testeten, ein wenig Kopfzerbrechen, weil sich nicht alles wie gewünscht einstellen ließ und ein Lautsprecher bei tieferen Tönen brummte. Lange wurde herumprobiert und letztlich die Setliste aufgrund der erschwerten Bedingungen leicht geändert. Ein bisschen hatten die Künstler wohl auch Sorgen, dass das Konzert im gewohnten Setup zu laut werden könnte. Der fehlenden E-Gitarre und des reduzierten Schlagzeugs fielen insgesamt 3 Songs der feststehenden Setliste zum Opfer.


Bis dahin war es schon halb sechs, wir mussten noch zu Abend essen und erwarteten die ersten Gäste um 18:00 Uhr. Das erwies sich nicht völlig überraschend als zu enger Zeitplan, und als die ersten Konzertgäste ankamen, war noch längst nicht alles fertig. Eigentlich wie immer also. Ebenfalls wie immer lösten sich alle vorhandenen Probleme in kurzer Zeit, nicht zuletzt durch mithelfende Gäste, und selbst die Sitzplatzknappheit war weniger dramatisch als erwartet. Am Ende hatte nur mein Freund einen Stehplatz.

Missincat hatte am Vorabend in Jena vor 100 Gästen gespielt, dennoch war sie von unserem dicht besetzten Wohnzimmer zu Beginn des Konzerts etwas eingeschüchtert und fragte nach dem ersten Lied „Back on my feet“ (vom gleichnamigen Debütalbum), ob man eine unserer Deckenlampen ausmachen könne – die unmittelbare Nähe zu den wie immer bei unseren Konzerten sehr ruhigen und aufmerksamen Zuhörern war ihr zunächst nicht ganz geheuer.


Die Setliste umfasste hauptsächlich Lieder des aktuellen Albums „Wirewalker“, außerdem wurden mit „My Heart Knows“ und  „Brave And Scared“ zwei Single-B-Seiten eingebaut. Die Sängerin loopte viel und gekonnt, so sagte sie am Anfang von „Bitter“ scherzhaft, nun dürfe niemand atmen, und nahm dann hintereinander unterschiedliche, mit Klangholz oder Nutshells eingespielte Rhythmen auf. Später, bei „Don’t Let Her“, loopte sie auch ihre Stimme. Für „Star“ wurde dann das Publikum musikalisch einbezogen und stellte mit „Fingerklatschen“ akustisch Regen dar, der den Song untermalte.

Während Caterina abwechselnd Akustikgitarre und Keyboard spielte und natürlich sang, blieb für ihren Mit-Musiker Matteo (ebenfalls aus Italien) im Grunde wenig zu tun, er spielte nur gelegentlich Schlagzeug, wobei das Duo hinsichtlich der Lautstärke offenbar Zugeständnisse an die Location machte – vielleicht gibt es bei einem regulären Konzert also mehr Aufgaben für den Teilzeitmusiker, der den größten Teil seines Schlagzeuges im Auto beließ.


Das letzte Lied des Hauptteils war das ursprünglich als Duett mit dem italienischen Musiker Dente veröffentlichte „Capita“ vom zweiten Album, das einen italienischen Text hat. Als Zugabe hörten wir noch „Brave and Scared“, dann fand das Konzert sein relativ frühes Ende – was einerseits schade war, andererseits dazu führte, dass zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends noch niemand dringend nach Hause musste.

So  unterhielten sich nach dem Konzert die Musiker noch teils recht ausführlich mit den Gästen und verkauften Schallplatten und T-Shirts. Da die beiden auch bei uns übernachteten, erfuhren wir im Laufe des folgenden Tages noch so einiges, beispielsweise dass die Musikerin Missincat ausgerechnet eine Katzenallergie hat (zum Glück keine schlimme, sonst wäre der Aufenthalt bei uns für sie kein Vergnügen gewesen). Außerdem wissen wir nun, dass die Zuschauer in Hamburg doof waren, Berlin aber ein hervorragendes Publikum zu bieten hatte. Außerdem endet die Tournee in Mailand, Caterinas Heimatstadt, wo sie früher für eine Weile hinter der Kasse des „Letzten Abendmahls“ arbeitete.


Da die Künstler am folgenden Sonntag frei hatten, boten wir ihnen eine weitere Übernachtung an, und sie blieben noch bis Montagmittag bei uns, um dann entspannt nach Darmstadt aufzubrechen. Wie schön, dass der Auftritt bei uns zu Hause im zweiten Anlauf geklappt hat, und dass das Konzert offenbar allen unseren Gästen sehr gut gefallen hat – wie auch uns natürlich.

Setliste:

Back On My Feet
My Heart Knows
Daylight
Bitter
Ten Lines
Star
Wolf In A Sheepskin
Pirates
Don’t Let Her
Stay
Capita

Brave And Scared

Vielen Dank für die Fotos an Stephan und Detlef!

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Gemerkt? Letzte Woche gab es keinen Sendeschluss. Das lag an meinem tollen, ausgeklügelten Konzept für einen Doppel-Sendeschluss... ok, g...

Doppelsendeschluss: The Last Shadow Puppets - Everything You've Come To Expect / Aviation


Gemerkt? Letzte Woche gab es keinen Sendeschluss. Das lag an meinem tollen, ausgeklügelten Konzept für einen Doppel-Sendeschluss... ok, glaubt eh keiner. Das lag daran, dass ich letzte Woche keinerlei Lust auf Bloggen hatte. So.

Dafür kann ich diese Woche mit den beiden neuen Videos der Last Shadow Puppets ein wenig Ausgleich schaffen. In Video Nummer 1 sind Alex Turner und Miles Kane bis zum Hals in einen Strand eingegraben, während die Flut sie umspült und eine Frau sie anschreit und umtanzt. In Video Nummer 2 bekommen wir einen Eindruck, wie es zu dem Zustand des Eingegraben-seins kam, es ist also quasi ein Prequel.


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Zu Weihnachten bekamen mein Freund und ich unter anderem Katzen für Get Well Soons Tourstop in Köln geschenkt - die Karten so früh zu kau...

Liebe im ehemaligen Pornokino: Get Well Soon im Kölner Gloria


Zu Weihnachten bekamen mein Freund und ich unter anderem Katzen für Get Well Soons Tourstop in Köln geschenkt - die Karten so früh zu kaufen erwies sich auch als schlau, der Abend war nämlich ausverkauft. So voll wie an diesem Abend hatte ich das Gloria bei meinen bisherigen drei Konzertbesuchen auch noch nicht erlebt.

Konstantin Gropper kam, nachdem wir uns Stehplätze ziemlich nahe an der Bühne erkämpft hatten, auch relativ schnell auf selbige - allerdings zunächst nur, um seinen Support anzukündigen: Dagobert.


Der Schnulzensänger aus der Schweiz bedauert sicherlich täglich, nicht zu Zeiten Musiker gewesen zu sein, in denen es noch die ZDF Hitparade gab. Er stellte meine Geduld mit acht Liedern, von denen ich nur "Zehn Jahre" vorab bereits kannte, auf die Probe. Konstantin Gropper findet seine Musik offenbar richtig gut - bei den Aufnahmen von Dagoberts aktuellem Album "Afrika" war er beteiligt, und auch die persönliche Ankündigung zeigte echte Wertschätzung. So ganz ließ sich diese ans Publikum aber nicht vermitteln, und so rief jemand irgendwann "Verpiss dich!"

So weit würde ich nun wirklich nicht gehen, aber die weichgespülten Lieder, die sich im großen und ganzen um Frauenprobleme drehen (die haben keine Zeit für ihn, vertrösten ihn, wollen nicht mit ihm reden) sind einfach nichts für mich, und ich kann kaum erahnen, was in einem jungen Menschen vorgehen mag, der in der heutigen Zeit derartige 50er Jahre-Schmonzetten dichtet.


Das Konzert hatte aber auch einen punk-rockigen Abschluss, für den Dagobert, der aktuell kurz geschorene Haare trägt, schnell das zweireihige Sakko abwarf und nun ein Achselshirt mit seinem Konterfei sowie eine Gürtelschnalle der deutschen Trash-Metal-Band Kreator zeigte.

Setliste:

Flashback
Zehn Jahre
Warum wieso weshalb
Rede mit mir
Hochzeit
Ich bin zu jung
Wunderwerk der Natur
Du bei mir mit 'ner Dose Bier (?)


Es folgte der übliche Umbau der Bühne für die Hauptband, bei dem vier riesige Leuchtbuchstaben enthüllt wurden, die das Motto der Tournee (und des aktuellen Albums) LOVE buchstabierten. Während des Konzerts leuchteten die Buchstaben, wie auch die ganze Bühne, öfter rot, was gut mit der roten Samtigkeit des Gloria (und auch dessen Vergangenheit als Pornokino) harmonierte.

Und um den Zuschauern klar zu machen, dass es bei Gropper, wenn er von Liebe spricht, nicht um kitschige Schokoladenschachtel-Herzchen-Liebe geht sondern eher um die düsteren Dinge, die im Namen dieses Wortes geschehen, hörten wir, bevor die Band die Bühne betrat, zunächst Zitate aus dem Film Badlands von 1973, in dem ein junges Pärchen mordend durch South Dakota zieht. Wer das Video zur ersten Single "It's Love" kennt, in dem Udo Kier wie Josef Fritzl seine Tochter heimlich im Keller gefangen hält, wusste das aber bereits. Ansonsten reicht auch ein Blick aufs Albumcover.


Das Set begann dann auch mit "It's Love", dem Highlight der Platte. Verena Gropper, die bei unserem letzten Konzertbesuch im Sommer 2015 in der Babypause gewesen war, ist nun wieder mit von der Partie, auch an der restlichen Liveband hat sich nichts verändert. Konstantin Gropper, der von Tournee zu Tournee kommunikativer wird, behauptete, das Kölner Gloria sei wirklich sein Lieblingsclub, das sage er nicht jeden Abend. Außerdem entschuldigte er sich für seine schlecht sitzende Frisur, denn er habe sich wegen der temperaturtechnisch unzuverlässigen Dusche des Glorias die Haare nicht waschen können.


Der Abend bescherte uns insgesamt neun der elf Titel vom aktuellen Album. "It's a catalogue" wurde dabei einem hoffentlich anwesenden Pete gewidmet, "Young Count Falls for Nurse" naheliegenderweise Rosamunde Pilcher - dessen Text besteht nämlich aus Kitschbuchtiteln dieser Schriftstellerin. Zu "Marienbad" erfuhren wir, es sei vom anstrengendsten Film aller Zeiten inspiriert worden - vermutlich also von Letztes Jahr in Marienbad.

Zwischendurch streute die Band auch ältere Titel ein, etwa "Roland, I Feel You" oder "Angry Young Man". Mit "Careless Whisper" hatte sich auch eine Coverversion auf die Setliste geschlichen. Gropper meinte dazu, er frage sich, wie viele der Zuschauer zu diesem Lied gezeugt worden seien. Nachdem der Song aus dem Jahr 1984 stammt und mein Freund ihn als Vinylsingle besitzt, fühlten wir uns angesichts dieser Bemerkung ganz schön alt. Das soll Gropper doch bitte beim nächsten Konzert unterlassen (von mir aus auch den ganzen Song).


Im Anschluss folgten noch zwei Raritäten. Zum einen "Good Friday", ein Lied, das Get Well Soon 2008 zum Soundtrack eines Wim Wenders-Films beisteuerte, zum anderen "Too Much Love" von der neuen EP "Born With Too Much Love - the collected confessions of Zoltán D.", die auf 500 Exemplare begrenzt nur während der Tour und nur auf Vinyl verkauft wird. Der mit "Love" begonnene Weg, poppigere Stücke zu schreiben, wird hier auf die Spitze getrieben: Es handelt sich um einen Synthie-Pop-Song, der nach den 80er Jahren und den Pet Shop Boys klingt.

Mit "It's A Fog" endete das Konzert zunächst, Gropper kehrte aber beinahe sofort zurück und spielte "33" ohne seine Bandmitglieder, die dann für "You Cannot Cast Out the Demons (You Might as Well Dance)" ebenfalls zurückkehrten. Mit "Red Nose Day" (ohne Bass und Schlagzeug vorgetragen) und "Christmas in Adventure Parks" bekamen wir sogar noch eine zweite Zugabe.


Ich weiß gar nicht, mein wievieltes Konzert von Get Well Soon das war, möglicherweise hat sich die Band in diesem Blog mittlerweile ein eigenes Label verdient. Deshalb fällt es mir etwas schwer, viel zu dem Auftritt zu schreiben - was aber nicht heißt, dass irgendetwas schlecht oder enttäuschend gewesen wäre. Alles war, wie eigentlich immer, prima.

Setliste:

It's Love
Eulogy
The Last Days of Rome
It's an Airlift
It's a Catalogue
Roland, I Feel You
Marienbad
Mail from Heidegger
Young Count Falls for Nurse
Careless Whisper
Angry Young Man
Too Much Love
Good Friday
It's A Mess
It's A Fog

33
You Cannot Cast Out the Demons (You Might as Well Dance)

Red Nose Day
Christmas in Adventure Parks 



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Rein namenstechnisch liegt es für The Kills natürlich nahe, ein Video zu machen, das bei einer Beerdigung spielt. Bei dieser hier läuft d...

Sendeschluss: The Kills - Doing It To Death


Rein namenstechnisch liegt es für The Kills natürlich nahe, ein Video zu machen, das bei einer Beerdigung spielt. Bei dieser hier läuft die Prozession mit den Sargträgern im Gleichschritt oder auch Synchrontanz, während sich die Band zunächst auf einer Motorhaube räkelt und Sängerin Alison anschließend in der Kirche eine Trauerrede hält/singt und dabei eine Zigarette raucht. Alles ganz alltäglich also.

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U.: Bei welchem Konzert warst du gestern Abend nochmal? D.: Ich war doch bei Phillip Boa im Café Hahn. Seit Jahren führen in seine Tour...

Interview mit dem Interviewer: Phillip Boa and the Voodoo Club im Koblenzer Café Hahn


U.: Bei welchem Konzert warst du gestern Abend nochmal?

D.: Ich war doch bei Phillip Boa im Café Hahn. Seit Jahren führen in seine Tourneen auch in unsere Nähe und gestern war wieder einmal Tourauftakt in Koblenz.

U.: Und hast du Phillip Boa, wie vor einigen Jahren schon einmal in Koblenz, erneut interviewt?

D.: Nein, aber du darfst mich gerne zum Konzert befragen.

U.: Hat er sich an dich erinnert?

D.: Ich glaube ja, aber zugewunken hat er mir nicht, wahrscheinlich war er wie beim Interview so überrascht, dass ich immer noch so jung aussehe.

U.: Gab es auch eine Vorband?

D.: Ja, Emilys Giant. Zwei Jungs, beide nicht gerade riesig, mit Gitarre, Gesang und Schlagzeug. Ihr Auftritt, eine Mischung aus Folk und Punk, war auch nicht gerade riesig, hat aber sogar Zugabe-Rufe erhalten.


U.: Spielt Herr Boa eigentlich eher alte Hits oder neues Material? Und taugt Letzteres etwas?

D.: Mittlerweile gibt Boa seinen Fans, was sie verlangen, dass heißt, er spielt im Vergleich zu früheren Jahren nahezu alle Klassiker und geht ohne „Kill Your Idols“, „Love On Sale“ oder „Container Love“ nicht von der Bühne. In einem Interview habe ich gelesen, dass er eine Mischung aus alten und neuen Songs im Verhältnis von 70:30 oder 60:40 wählt. In Koblenz wurden 24 Songs gespielt, davon stammten 17 aus der Zeit vor 1996 und 7 aus den letzten beiden Alben „Loyalty“ und „Bleach House“, die beide sehr gut waren. Die Alben dazwischen wurden ignoriert.

U.: Irgendwo las ich, das Motto der Tournee sei ‚Performing Songs of „Aristocracie“’ – lag der Schwerpunkt dann also auf diesem Album?

D.: Leider nein. Das war leider die einzige Enttäuschung des Abends. Oftmals hatte Phillip Boa, wenn ein altes Album in remasterter Form neu herausgebracht wurde, dieses auf Tourneen auch komplett gespielt. „Aristocracie“ habe ich mir zu meinem 15. Geburtstag bei „Elpi“ in Koblenz gekauft und es war eine meiner ersten „Indie“-Platten und somit sehr wichtig für meine musikalische Entwicklung. Also habe ich mich sehr auf dessen Live-Darbietung gefreut, Es wurden dann aber nur 4 Songs ( „For What Bastards“, „Don’t Pull My Whole Life Away“, „Boy Scout“ und „I Dedicate My Soul To You“) im Mittelteil, bei denen Boa anmerkte, dass wir sie nicht kennen würden. Falsch gedacht, Herr Boa.


U.: Sind diese Koblenz-Auftritte eigentlich erfolgreich? Irgendwo stand, das Konzert sei ausverkauft?

D.: Es war tatsächlich ausverkauft, also rund 500 Zuschauer. Im Verlauf der letzten Jahre hat sich Phillip Boa wohl im Koblenzer Raum eine treue Fan-Basis erspielt. Am Ende des Konzertes sagt er jedoch, dass er besser war als vor 3 Jahren, aber da war ich auch verhindert.

U.: Welche Lieder kamen denn am besten an?

D.: Natürlich viele der alten Klassiker wie „Annie Flies The Love-Bomber“ oder „This Is Michael“. Wenn ich drei herausheben müsste, dann wären dies, aufgrund der vor der Bühne stattfindenen Pogo-Tänze „Albert Is A Headbanger“, „Container Love“ und das abschließende „Kill Your Idols“.


U.: Philip Boa soll ja großer David Bowie Fan sein. Hat er gestern Abend in irgendeiner Form auf dessen Tod Bezug genommen oder eine Coverversion gespielt?

D.: Das mit Bowie stimmt, denn er hat seinen Künstlernamen gewählt, weil er international und nach Bowie klingt. Mit dessen Stamm-Produzenten Tony Visconti hat er auch zusammengearbeitet und auf einer Platte „Starman“ gecovert. Gestern gab es nur eine kleine, stille Geste zu Bowies Tod, denn er hatte dessen Konterfei vom „Diamond Dogs“ Cover ausgeschnitten und auf seine Gitarre geklebt.


U.: Ist seine Expartnerin Pia eigentlich immer noch wieder dabei?

D.: Nein, er hat sie zur letzten Platte durch ein jüngeres Modell namens Pris ersetzt. Stimmlich ist sie sehr nah an Pia dran und Boa überließ ihr auch bei „And Then She Kissed Her“ und „Atlantic Claire“ allein die Bühne.


U.: Wie viele andere Musiker waren noch dabei? Irgendwelche ungewöhnlichen Instrumente?

D.: Außer Boa und Pris standen noch 4 Musiker auf der Bühne. Außer einem Bassisten sowie einem Gitarristen zwei Schlagzeuger, die auch das ein oder andere Solo hatten. Das ungewöhnlichste Instrument war wohl ein in das Schlagzeug integriertes Bierfass, das bei den ganz alten Titeln wie „Diana“ für einen metallenen Klang sorgte.

U.: Laut deinem iPod gibt es 227 Boa-Songs. Kann er etwa von allen die Texte auswendig?

D.: Das sind doch nicht alle! Leider ist selbst der Platz auf einem 160 GB iPod begrenzt. Aber offensichtlich kann er sich nicht alle Texte behalten, denn auf seinem Platz lag ein beleuchtetes Ringbuch, in dem die Texte des Abends abgeheftet waren und das nach jedem Song umgeblättert wurde.


U.: Welches war denn der ungewöhnlichste oder am wenigsten von dir erwartete Song des Abends?

D.: „Deep In Velvet“ wurde in seiner sehr langsamen, aber auch sehr schönen Version gespielt. Zuvor sagte Phillip Boa, dass er diese mehr schätzte als die, die es letztendlich aufs Album geschafft habe. Dann wurde noch die damalige Plattenfirma verflucht.

U.: Und wie fiel die Kommunikation mit dem Publikum aus?

D.: Die fiel unerwartet knapp aus. Zwar wurden häufig Liedtitel mit dazugehörigem Album und Erscheinungsjahr genannt, aber sonst nicht viel gesagt, was ich nicht schon erzählt hätte. Zur ersten Zugabe sagte er noch, dass uns der nächste Song verstören würde, dass aber direkt danach die Erlösung käme. Es folgten das zugegebener Maßen recht ungewöhnliche „Ernest 2“ und „Container Love“.


U.: Gab es auch Zugaben?

D.: Nach 18 Songs war Schluss, aber Phillip Boa kam noch zweimal zu je 3 Songs zurück auf die Bühne. Interessant war, dass auf der Setliste als Optionen für den Zugabenteil „Speed“, „Love Will Tear Us Apart“, also ein Cover von Joy Division, und „When The Wall Of Voodoo Breaks“ vermerkt waren. Vielleicht wird also im Verlauf der folgenden Konzerte hier noch ein wenig variiert. Ich war mit unseren Zugaben aber sehr zufrieden.

U.: Gehst du nächstes Mal wieder hin?

D.: Klar, kommst du mit?


Setliste:

Kill The Future
Annie Flies The Love-Bomber
Get Terminated
Fine Art In Silver
Til The Day We Are Both Forgotten
Love On Sale
The One Who Howls At The Moon
For What Bastards
Don’t Pull My Whole Life Away
Boyscout
I Dedicate My Soul To You
Deep In Velvet
Sunny When It Rains
Atlantic Claire
Albert Is A Headbanger
Loyalty
Bells Of Sweetness
And Then She Kissed Her

Ernest 2
Container Love
Diana

Standing Blinded On The Rooftops
This Is Michael
Kill Your Idols

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Katzen sind normalerweise recht kostengünstige Haustiere: Katzenfutter kostet nicht die Welt, ein Katzenklo hält ewig, und wenn man einma...

Gekauft: Februar 2016


Katzen sind normalerweise recht kostengünstige Haustiere: Katzenfutter kostet nicht die Welt, ein Katzenklo hält ewig, und wenn man einmal die für sich perfekte Streusorte gefunden hat, muss man auch nicht ständig wechseln. Bleiben noch die Kosten für Kratzbäume, Spielzeug und gelegentlich den Tierarzt, aber das ist alles verschmerzbar.

Wenn die Katze denn halbwegs gesund ist. Elmo leidet allerdings seit einer Weile unter Giardien (parasitischen Einzellern, die ihren Darm schädigen), und seitdem kommt es mir so vor, als würde ich jeden Tag eine neue Zooplus-Online-Bestellung aufgeben.

In den letzten Wochen habe ich wegen der Biester (ich meine die Einzeller, nicht die Katzen) gekauft:

- einen Dampfreiniger
- zahlreiche Medikamente
- zehn Säcke Katzenstreu
- 60 Dosen Diätkatzenfutter
- 20 kleine Gästehandtücher zum Abdecken von Liegeflächen

Zu nennen wären noch vier Tierarztbesuche, die ständig laufende Waschmaschine, Stromkosten für den Betrieb des Dampfreinigers sowie zusätzliche Müllabfuhrkosten, weil die ganze benutzte Katzenstreu zu viel für unsere kleine Mülltonne ist. Dass ich mich bei der ersten Benutzung des Dampfreinigers verletzt habe und seit Wochen eine nicht gerade kleine Brandwunde pflege, hebt meine Laune auch nicht gerade.

Die einzige positive Nachricht zu dem Thema ist, dass Elmo sich nicht sonderlich schlecht zu fühlen scheint. Der geschädigte Darm sorgt dafür, dass sie ständig Hunger hat, weil ihre Untermieter ihr offensichtlich alles wegfressen. Ihre Laune ist aber gut und ihre Gesundheit offenbar nicht ernsthaft beeinträchtigt. Bleibt zu hoffen, dass die blöden Giardien bald Geschichte sind und ich wieder spannendere Online-Bestellungen machen kann.

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Letztes Jahr begeisterte ich mich sehr für die erste Staffel der extrem verrückten HBO-Serie The Leftovers . Die Staffel stellte die Verf...

Gesehen: Februar 2016


Letztes Jahr begeisterte ich mich sehr für die erste Staffel der extrem verrückten HBO-Serie The Leftovers. Die Staffel stellte die Verfilmung eines Romans von Tom Perrotta dar, um so verwunderlicher war es, dass nach der Ausstrahlung eine zweite Staffel angekündigt wurde: Die Romangeschichte war nämlich bereits zu Ende erzählt.

In Staffel 2 zieht die durch die Heirat von Kevin und Nora und die Adoption des von Tom auf ihrer Türschwelle hinterlassenen Babys entstandene Familie nach Texas, wo sie neu anfangen möchte. Der Ort Jarden ist durch die Tatsache, dass keiner seiner Bürger am Tag der Entrückung verschwunden ist, eine Art Wallfahrtsort geworden, und Nora kauft den Garveys dort ein Haus. Natürlich wird schnell klar, dass Jarden keineswegs das Paradies ist, für das es sich ausgibt, und Kevins Probleme damit, Phantasie und Realität zu unterscheiden, haben sich auch nicht gebessert. Dann verschwinden drei Mädchen aus dem Ort, und niemand weiß, ob sie ebenfalls entrückt oder einfach weggelaufen sind.

Staffel 2 ist mindestens ebenso verrückt wie Staffel 1 und schafft es, den Zuschauer, der selten genau versteht, was eigentlich genau passiert, weiterhin zu faszinieren. Es wird noch eine dritte Staffel geben, und wer weiß, vielleicht bekommen wir ja doch noch das eine oder andere erklärt... wenn nicht, ist es aber auch nicht so schlimm.



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Nachdem ich mich letztes Jahr monatelang durch David Mitchells Bone Clocks gequält hatte, habe ich den Nachfolger Slade House innerhalb...

Gelesen: Februar 2016


Nachdem ich mich letztes Jahr monatelang durch David Mitchells Bone Clocks gequält hatte, habe ich den Nachfolger Slade House innerhalb weniger Tage verschlungen.

Thematisch liegt der neue Roman nahe beim alten, tatsächlich dachte ich mir nach den ersten paar Seiten, man könne dieses Buch gar nicht verstehen, ohne Bone Clocks gelesen zu haben. Aber das stimmt gar nicht, denn alles, was man als Leser wissen muss, bekommt man auch erklärt. Nur die letzte Episode liest sich definitiv anders, wenn man den letzten Besucher in dem mysteriösen, von Stephen King und MC Escher gemeinsam gestalteten Haus (die Beschreibung stammt aus dem Roman, lässt sich aber auch gut als Gesamturteil über die Geschichte lesen) bereits kennt.

Zur Handlung kann man gar nicht viel sagen, ohne eventuell Lesespaß zu verderben. Grob gesagt werden einzelne Episoden von Besuchern des den Titel gebenden Hauses erzählt. Sie alle besuchen, jeweils mit neun Jahren Abstand und aus verschiedenen Gründen, denselben Ort und erleben Merkwürdiges. Was hierbei real und was Phantasie ist, zeigt sich erst nach und nach.

Ich fand das alles gleichermaßen unterhaltsam wie gruselig und bin nun, genau wie in alten Zeiten, wieder Mitchell-Fan. Tolles Buch.

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